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Badegewässer
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Badestelle Freibad an der Ems 
(Gemeinde Jemgum)

Stand: 06.05.2014

Allgemeine Beschreibung

Bei der Badestelle „Freibad an der Ems“ handelt es sich um eine Badestelle in einem Übergangsgewässer.
Als Übergangsgewässer werden Gewässerabschnitte an den Flussmündungen zur Nordsee bezeichnet, die recht weit ins Binnenland hinein reichen.

Bei der hygienischen Beurteilung werden nach der EU-Badegewässerrichtlinie an Übergangsgewässer die gleichen hohen hygienischen Maßstäbe angelegt wie sie für Küstengewässer gelten.
Laut Nds. Badegewässeratlas, Abschnitt Übergangsgewässer, sind die hygienischen Belastungen der Badestellen an den stark genutzten Schifffahrtsstraßen Ems, Weser und Elbe vermutlich ganz wesentlich auf die als Fracht dieser Flüsse mitgeführten Verunreinigungen zurückzuführen.
Besonders erwähnt wird die Erhöhung der hygienischen Grundbelastung durch Einleitungen von Kläranlagen, aber auch andere Einleiter spielen eine große Rolle.

Dem Gesundheitsamt des Landkreises Leer ist seit langem bekannt, dass die Ems eine hohe Belastung mit hygienisch relevanten Bakterien wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken aufweist.
Dies wurde bestätigt durch sowohl Untersuchungen des Gesundheitsamtes aus den Jahren 2008 bis heute, die im Rahmen der Bestimmung der Badegewässerqualität und im Rahmen der Bewirtschaftungsmaßnahmen gemäß § 5 Nds. Badegewässerverordnung vorgenommen wurden als auch durch Fremduntersuchungen, wie z.B. die Untersuchungen der Bundesanstalt für Gewässerkunde/Koblenz aus den Jahren 2011 und 2012 und die Untersuchungen des Nds. Landesgesundheitsamtes aus den Jahren 2009 bis 2011, die im Rahmen des Vibrionen-Projektes in Höhe der Badestelle Dyksterhusen durchgeführt wurden.

Diese Untersuchungen zeigten, dass es mehrere unterschiedliche Eintragsquellen gibt und dass die Sedimente der Ems hoch belastet sind mit den vorgenannten Bakterien.
Im Emsästuar findet sich eine hohe Schwebstoffkonzentration, deren Höhe unter anderem aus zahlreichen baulichen Veränderungen in der Unter- und Außenems resultiert. Im Bereich der Sole der Ems hat sich eine sogenannte Fluid Mud- Schlickschicht ausgebildet, eine hochkonzentrierte Feststoffsuspension mit geringer Tendenz zur Konsilidierung.
In den Sommermonaten kommt es immer wieder zum Absinken des Sauerstoffgehaltes im Fluss. Es besteht eine große Fliessgewindigkeit.
All diese Aspekte tragen dazu bei, dass das ökologische Gleichgewicht im Fluss gestört ist. 

Badegewässereinstufung 2014

Mangelhafte Badegewässerqualität

Baden verboten

Bewirtschaftungsmaßnahmen

Da die Herkunft der Verschmutzung, trotz entsprechender Ursachenerforschung, nicht eindeutig identifiziert werden konnte, sind weitere Maßnahmen zum Erreichen der „ausreichenden“ Qualität des Badegewässers nicht durchführbar. Kosten für weitere Bewirtschaftungsmaßnahmen stünden in keiner Relation zu ihrem ungewissen Erfolg und Nutzen und sind daher unverhältnismäßig. Auch für die Badesaison 2014 ist mit keiner Verbesserung der Badegewässerqualität zu rechnen.

Das Gesundheitsamt als für die Überwachung der Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer zuständige Behörde spricht daher, vor Ende des in Art. 5 Abs. 4 Bucht. b) der EU-Badegewässerrichtlinie vorgesehenen Fünfjahreszeitraums, ab Badesaison 2014 ein dauerhaftes Badeverbot aus. Das Gewässer wird bei der EU als Badegewässer abgemeldet.


Anfahrtsbeschreibung

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