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Tuberkuloseberatung

Tuberkulose, abgekürzt Tbc, ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Krankheitserreger sind Bakterien: Das Mykobakterium tuberculosis oder in seltenen Fällen auch das Mykobakterium bovis. Die Tuberkulose betrifft in erster Linie die Lunge. Über die Blutbahn streuend, kann sie aber auch alle anderen Organe im Körper befallen, zum Beispiel Lungenfell, Hirnhäute, Knochen, Harnwege, Verdauungstrakt, Haut und Geschlechtsorgane.

Besonders für Immungeschwächte bedeutet die Tuberkulose eine mitunter tödliche Krankheit. Neuerdings schwächen auch Resistenzentwicklungen die Wirksamkeit der Medikamente und machen eine lange und konsequente Therapie notwendig.

Die Tuberkulose gehört in Deutschland zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Das heißt, der behandelnde Arzt muss Erkrankung oder Tod durch Tuberkulose an das zuständige Gesundheitsamt melden.

Ursachen

Die Ursache der Tuberkulose sind Bakterien (Mykobakterium tuberkulosis), welche durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. In seltenen Fällen kann eine Ansteckung auch durch Hautkontakt oder über kontaminierte Nahrung (Rohmilch) erfolgen. Im Lauf von etwa sechs Wochen entsteht in der Lunge (beziehungsweise in der Haut oder im Darm) eine kleine knötchenförmige Entzündung, die meist keine Beschwerden verursacht. Dieser Primärkomplex bleibt in fast 90 Prozent der Krankheitsfälle das einzige Anzeichen der Tuberkulose.

Ist die Immunabwehr geschwächt, können sich die Tuberkulose-Bakterien auch sofort über die Blutbahn im Körper verteilen. Die Lymphknoten der Lunge schwellen an, oder es kommt zu Entzündungen des Rippenfells, Herzbeutels, der Hirnhäute (oft tödliche Meningitis) oder Lunge. Bilden sich zu Beginn der Krankheit gleichzeitig unzählige kleine Krankheitsherde in vielen Organen, sprechen Mediziner von Miliartuberkulose. Dies ist ein sehr gefährlicher Zustand!

Mit einer Tuberkulose infizierte Menschen können die Bakterien nur an andere weitergeben, wenn die Tuberkuloseherde eine Verbindung nach außen haben. In der Lunge können ein oder mehrere Tuberkulosehöhlen in einen Atemweg aufbrechen. Bei der selteneren Nierentuberkulose werden die Erreger über den Urin ausgeschieden. Diesen ansteckenden Zustand nennt man "offene Tbc". Das heißt: Nicht jeder Mensch mit Tuberkulose kann die Krankheit auch übertragen.

Hustet jedoch ein Patient mit offener Tbc in einem Raum, so überleben die Tuberkulosebakterien dort einige Stunden - andere Personen können sich anstecken. Deshalb gibt es in Deutschland strenge Vorschriften über die geschlossene Unterbringung von Patienten mit offener Tbc. Wer Tuberkelbakterien in großer Zahl einatmet, kann sich infizieren. Allerdings ist die Ansteckungsgefahr im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten gering. Der Körper wehrt die Infektion bei intaktem Immunsystem mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit erfolgreich ab.

Symptome

 Im Frühstadium kann eine Tuberkulose (Schwindsucht) entweder unauffällig und symptomlos verlaufen oder grippale Beschwerden wie Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, leichtes Fieber und Gewichtsabnahme verursachen. Häufig klagen Tuberkulose-Patienten über nächtliche Schweißausbrüche. In etwa 80 Prozent der Fälle manifestiert sich die Tuberkulose an der Lunge, es kann aber auch praktisch jedes andere Organ betroffen sein. Typische Beschwerden einer Lungentuberkulose sind Husten und "Hüsteln" ohne größere Mengen an Auswurf. Ist das Rippenfell beteiligt, können auch atemabhängige Schmerzen auftreten Bei fortgeschrittener Tuberkulose-Erkrankung hustet der Patient Blut, im Extremfall kommt es zu einem Blutsturz (arterielle Lungenblutung).

Kontakt

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