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Aktuelles

Leitzäune schützen Kröten und Frösche vor Verkehrstod

Ehrenamtliche Naturschützer und Kommunen wie die Gemeinde Westoverledingen und der Landkreis Leer, helfen auch in diesem Jahr wieder, zahlreiche Kröten bei ihrer Reise zu den Laichgewässern zu unterstützen.

Ramona Hinderks, Hermann Buß und Maria Hinderks. Die beiden Mädchen sind Nachbarn des Landschaftswartes Buß.

Mit steigenden Temperaturen zum Ende des Winters machen sich Kröten und Frösche nach der Winterstarre auf den Weg von ihren Überwinterungsquartieren zu den Laichplätzen, an denen sie geboren wurden, um dann für Nachwuchs zu sorgen. Den Winter verbringen die heimischen Amphibien in frostsicheren Verstecken an Land oder im Schlamm vergraben auf dem Grund von Teichen. Sobald die Temperaturen auch nachts dauerhaft über fünf Grad Celsius steigen und warmer Regen einsetzt, beginnt die Wanderung. Vor allem die Erdkröte tritt bei feuchtwarmer Witterung plötzlich zu Hunderten auf, so die Mitteilung des Amts für Naturschutz.

Zwischen Winterquartier und Laichgewässer müssen die Amphibien teilweise recht lange Strecken zurücklegen. Besonders gefährdet sind die Tiere beim Überqueren von Straßen durch den vorbeifahrenden Verkehr. Aus diesem Grund werden im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Leer auch in diesem Jahr wieder an bekannten Wanderungsstrecken mit relativ großen Populationen zum Schutz der Amphibien bis zu 60 Zentimeter hohe Zäune parallel zur Straße aufgebaut. Damit werden die Amphibien daran gehindert, die Straße zu überqueren.

Ehrenamtliche Betreuer kontrollieren die Amphibienleitzäune täglich und tragen die Tiere sicher über die Straße. Mit dieser Maßnahme werden jedes Jahr zahlreiche Amphibien vor dem sicheren Tod durch Überfahren gerettet.

Autofahrer werden vom Naturschutzamt gebeten, Rücksicht auf die wandernden Tiere zu nehmen und bis etwa Mitte April in Streckenabschnitten mit Krötenwanderungen die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. An Strecken mit Amphibienleitzäunen ist auch damit zu rechnen, dass die Betreuer in Dämmerung und Dunkelheit die entsprechenden Straßenabschnitte überqueren.

An folgenden Standorten werden Amphibienleitzäune aufgebaut:

Jümme-Barge, Barger Straße (Tiere pro Jahr im Durchschnitt 283)

Westoverledingen-Ihrenerfeld, Brombeerweg (Tiere pro Jahr im Durchschnitt 382)

Weener-Stapelmoorerheide, Schulweg (Tiere pro Jahr im Durchschnitt 575)

Moormerland, Altebeek (Tiere pro Jahr im Durchschnitt 287)

In Westoverledingen, Kiefernweg wurde aufgrund des langen Streckenabschnitts eine Vollsperrung der Straße vorgenommen. (Tiere pro Jahr im Durchschnitt 874)

Durch den täglichen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und der in diesem Jahr zurzeit vier jungen beschäftigten Bundesfreiwilligen beim Landkreis Leer, ist es möglich, auch in diesem Jahr wieder hunderte von Kröten und Fröschen vor dem Verkehrstod zu bewahren.

Sollten weitere Menschen Interesse haben, sich an einer solchen Aktion zu beteiligen, wenden sie sich bitte an den Landkreis Leer, Untere Naturschutzbehörde.

In Niedersachsen sind insgesamt 19 Amphibienarten heimisch, von denen 15 als gefährdet gelten, darunter auch die Rotbauchunke, die Geburtskröte, die Knoblauchkröte und die Kreuzkröte. Alle niedersächsischen Amphibien sind daher „besonders geschützt“, einige von ihnen gehören sogar zu den „streng geschützten“ Arten.



Osterfeuer - keine illegale Müllentsorgung

Die Osterzeit naht und in diesen Tagen wird vielerorts wieder Strauch- und Baumschnitt zusammengetragen. Das Osterfeuer gehört zu unserer Kultur, unserem Brauchtum. Damit es als schöne Tradition erhalten bleibt, weist der Landkreis Leer auf den von ihm in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden erarbeiteten Flyer Osterfeuer hin.

Osterfeuer

Dieses Merkblatt gibt wichtige Hinweise zur Sicherheit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Wer die darin enthaltenen Regeln beachtet, kann sicher sein, dass er die Belange des Brandschutzes, des Tier-, Arten- und Naturschutzes sowie des Abfallrechts berücksichtigt und dafür sorgt, dass das Osterfeuer für alle eine Freude bleibt und nicht zum Leid wird. Regelungen über Genehmigungs- oder Anzeigepflichten werden von der jeweils zuständigen Gemeinde festgelegt.

Verbrannt werden dürfen nur pflanzliche Stoffe wie Sträucher, Reisig und Äste. Keinesfalls ist das Verbrennen von Haus- und Sperrmüll oder sonstigen Abfällen erlaubt. Das Brennmaterial sollte möglichst nicht länger als 14 Tage vor dem Abbrennen zusammengetragen und auf keinen Fall schon aufgeschichtet werden.

Wild lebende Kleintiere wie Vögel, kleine Säuger und Amphibien, von denen die meisten besonders und viele sogar streng geschützt sind, nutzen den aufgeschichteten Strauchschnitt gern als Nistmöglichkeit oder als Versteck. Damit diese Tiere in den lodernden Flammen nicht einen qualvollen Tod erleiden, ist es wichtig, das Brennmaterial erst am letzten Tag zum Verbrennen aufzuschichten; früher aufgeschichtetes Material muss vor dem Verbrennen umgeschichtet werden.

Aus rechtlichen Gründen dürfen Osterfeuer nicht in formellen Schutzgebieten zum Beispiel im Nationalpark oder in Natur- und Landschaftsschutzgebieten abgebrannt werden, es sei denn, die entsprechende Verordnung sieht eine solche Freistellung vor oder es wurde eine entsprechende Ausnahme erteilt. Nicht zulässig ist das Abbrennen von Osterfeuern im Bereich von Naturdenkmälern, geschützten Landschaftsteilen, auf Flächen besonders geschützter Biotope, in Wäldern, Mooren und Heiden.

Aus Sicherheitsgründen sind auch folgende Mindestabstände unbedingt einzuhalten: 50 Meter zu Gebäuden, zu Baumbeständen, Büschen, Wall- und sonstigen Hecken, 100 Meter zu Gebäuden aus brennbaren Baustoffen oder mit weicher Bedachung, zu öffentlichen Verkehrsflächen, soweit diese nicht ausschließlich dem land- oder forstwirtschaftlichem Verkehr dienen, zu Zeltplätzen und anderen Erholungseinrichtungen, zu Energieversorgungsanlagen wie Gasleitungen, Öllagern, Tankstellen.

Schließlich muss das Osterfeuer von einer verantwortlichen Person beaufsichtigt und kontrolliert werden. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein und die Reste der Brennstelle sind ordnungsgemäß innerhalb einer Woche zu beseitigen.

Die Kreisverwaltung appelliert an alle Veranstalter von Osterfeuern – Vereine, Gemeinschaften und Privatpersonen – verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll zu handeln, denn die Beibehaltung des Osterfeuerbrennens als Brauchtumspflege braucht die Akzeptanz aller und das Wohl der Allgemeinheit und der Nachbarschaft dürfen durch das Verbrennen nicht mehr beeinträchtigt werden als unbedingt nötig.

Kontakt

Amt für Planung und Naturschutz
Bergmannstraße 37
26789 Leer (Ostfriesland)
Karte anzeigen

Telefon: 0491 926-1444
Fax: 0491 926-91444
E-Mail oder Kontaktformular
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Telefon: 0491 926-1222
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Flyer Osterfeuer

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