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Naturobjekt des Monats

Hier möchten wir Ihnen gerne jeden Monat ein Naturobjekt im Landkreis Leer vorstellen.

Januar 2017: Landschaftsschutzgebiet „Langholter Meer" und „Rhauder Meer"

Das Landschaftsschutzgebiet „Langholter Meer" und „Rhauder Meer" befindet sich in den Gemeinden Rhauderfehn und Ostrhauderfehn und umfasst eine Größe von rund 204 Hektar. Die flächenmäßige Ausbreitung des Gebiets lässt sich aus der nachfolgenden Karte ablesen. 

Allgemein sind Landschaftsschutzgebiete (LSG) rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen nach § 26 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) "ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft

1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,

2. wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder

3. wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung erforderlich ist."


Sinn & Zweck: Eigenart, Vielfalt und Schönheit erhalten

Zweck der Unterschutzstellung des LSG „Langholter Meer" und „Rhaudermeer" ist die Erhaltung und Entwicklung der besonderen Eigenart, Vielfalt und Schönheit des Langholter Meeres und des Rhauder Meeres.

Sprachlich handelt es sich in Ostfriesland bei den „Meeren" um Binnenseen. Beide Meere stellten ursprünglich den Mündungsbereich des Burlage-Langholter-Tiefs dar. Durch den Bau des Hauptfehnkanals wurden beide Gewässer voneinander getrennt. Das Rhaudermeer wurde komplett von der Wasserzufuhr abgeschnitten und ist heute vollständig verlandet.

Beim Langholter Meer wurde durch Abdeichungen ein Hochwasserrückhaltepolder mit bedarfsweiser winterlicher Flutung geschaffen. Der dauerhafte Abfluss des Wassers von Süden erfolgt seitdem über einen westlich des Polders bis zum Hauptfehnkanal verlaufenden Umgehungskanal des Burlage-Langholter-Tiefs.

Langholter Meer

Das besondere Landschaftsbild des Gebietes ergibt sich aus

- der Vielfalt terrestrischer und aquatischer Lebensräume,

- Weidensumpfgebüschen nährstoffreicher und nährstoffärmerer Ausprägung,

- Grünlandbrachen mit mäßig nährstoffreichen Sümpfen,

- seggen-, binsen- und hochstaudenreichen Nasswiesen,

- sonstigem artenreichen und artenarmen Grünland verstärkt an den Rändern des engen Talraumes und

- entwässerten Erlenwaldparzellen und Erlenbruchwald in teilweise hervorragender Ausprägung.

Rhaudermeer

Gegenüber Naturschutzgebieten zielen Schutzgebiete des Landschaftsschutzes auf das allgemeine Erscheinungsbild der Landschaft, sind oft großflächiger angelegt, Auflagen und Nutzungseinschränkungen hingegen geringer. Landschaftsschutzgebiete können auch ausgewiesen werden, um das Landschaftsbild für Tourismus und Erholung zu erhalten.

In Landschaftsschutzgebieten bestehen in der Regel nur geringe Auflagen für die land- oder forstwirtschaftliche Bodennutzung. Verboten sind insbesondere alle Handlungen, die den „Charakter" des Gebiets verändern. So kann z. B. der Umbruch einer Wiese zur Gewinnung von Ackerland untersagt werden, wenn das Gebiet von Grünland geprägt ist, oder es ist im Gebiet untersagt Feuer zu machen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Herrn Sanders, Amt für Planung und Naturschutz, Telefon: 0491 926-1319.



Naturobjekte des Monats aus dem Jahr 2016