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Haushalt

Das Leistungsspektrum und die Aufgaben einer Kreisverwaltung sind vielseitig. Der Bau und Betrieb von kreiseigenen Schulen, die Unterhaltung des breit angelegten Straßen- und Radwegenetzes oder die vielfältigen Aufgaben im Bereich der sozialen Sicherung und des Jugend- und Gesundheitswesens sind zu meistern. Alle Leistungen einer Kreisverwaltung verursachen Kosten. Einnahmen und Ausgaben müssen vorab kalkuliert und eingeplant werden. Diese Aufgabe kommt der ganzheitlichen Haushaltsplanung zu.

Wie wird der Haushalt beschlossen?

Der Haushalt des Landkreises besteht aus der Zusammenstellung der Erträge und Aufwendungen für ein Jahr (Haushaltsjahr). Vor Beginn eines Haushaltsjahres wird dazu der Haushaltsplan aufgestellt, welcher sämtliche Aufwendungen und Erträge gegenüberstellt, die im Jahresverlauf erwartet werden. Ziel ist dabei die Kostendeckung.

Beschlossen wird der Haushalt durch den Kreistag, dem von den Bürger:innen gewählten obersten Organ des Landkreises Leer. Der Haushalt wird anschließend der Kommunalaufsicht beim Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport zur Genehmigung vorgelegt.

Ergebnishaushalt

Der Ergebnishaushalt stellt die Erträge und Aufwendungen des Landkreises Leer dar und zeigt den Ressourcenverbrauch eines Jahres. Für 2026 ergibt sich eine weiterhin angespannte finanzielle Lage: Erträgen von rund 513,15 Mio. € stehen Aufwendungen von 543,02 Mio. € gegenüber – das ergibt ein geplantes Defizit von 29,87 Mio. €.
Die größten Ausgaben entfallen auf Sozial- und Transferleistungen sowie Sach- und Dienstleistungen (z. B. Schulen, Gebäude, Kreisstraßen). Wichtige Einnahmequellen sind Zuweisungen und Erstattungen im Sozialbereich, die Kreisumlage und Schlüsselzuweisungen des Landes.

Finanzhaushalt

Der Finanzhaushalt zeigt die Ein- und Auszahlungen sowie die Investitionen. Für 2026 sind Investitionen von rund 63,38 Mio. € geplant, insbesondere für Breitbandausbau, Schulen, Kreisstraßen und die Feuerwehrtechnische Zentrale.
Den Auszahlungen stehen Einnahmen von 32,93 Mio. € gegenüber. Zur Finanzierung ist eine Kreditaufnahme von etwa 30,45 Mio. € vorgesehen, was zu einer Nettoneuverschuldung von rund 25,19 Mio. € führt.

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