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Zahlen, Daten, Fakten
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Demografie in Zahlen - Landkreis Leer

Der Landkreis Leer hat in den vergangenen Jahrzehnten eine sehr dynamische positive Bevölkerungsentwicklung erfahren.

Zudem erlebte der Nordwesten zwischen 2005 und 2010 einen Beschäftigungsboom. So betrug der Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Zeitraum neun Prozent. Mit 17,8% Zuwachs ragt der Landkreis Leer hier deutlich heraus – ein Spitzenplatz. Zum Vergleich: In Niedersachsen betrug der Zuwachs 6,5%, in Westdeutschland 5,7%.

Dennoch macht der demografische Wandel auch vor dem Landkreis Leer nicht halt. Niedrige Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung und geringe Wanderungsgewinne lassen den Anteil der höheren Altersgruppen in der Bevölkerung ansteigen und bremsen das Bevölkerungswachstum.

Bevölkerungsentwicklung

Bei der Vorausberechnung der Bevölkerungszahl werden Annahmen zur Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und zu Wanderungsbewegungen für die Folgejahre getroffen. Diese Annahmen basieren auf Daten der Vorjahre.

Im Vergleich zu vielen anderen Regionen wird die demografische Entwicklung für den Landkreis Leer als relativ stabil eingeschätzt. Bis 2030 ist mit einer Bevölkerungszahl ungefähr auf dem heutigen Niveau zu rechnen.

Bevölkerungsprognose für den Landkreis Leer

Bevölkerungsentwicklung Landkreis Leer 2000-2009

 

Entwicklung der Altersstruktur
Die demografische Entwicklung zeigt sich nicht nur in der Bevölkerungszahl, sondern vor allem in der Verteilung der Bevölkerung auf einzelne Altersgruppen. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung nimmt der Anteil Älterer zu. Zugleich führen die niedrigen Geburtenzahlen zu einem Rückgang bei den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Absolute Altersstrukturentwicklung 2009 und 2030 nach Altersgruppen

Dies hat unter anderem zur Folge, dass das Erwerbspersonenpotenzial abnimmt.
Generell wird die Zahl jüngerer Erwerbspersonen abnehmen. Das Erwerbspersonenpotential wird schrumpfen, da höhere Altersgruppen aus dem Erwerbsleben ausscheiden und weniger Nachwuchskräfte nachrücken. Außerdem nimmt das Durchschnittsalter der Erwerbspersonen durch diese Entwicklungen aktuell schon deutlich zu.

Kommunale Daten

Ursachen der demografischen Entwicklung
Geburtenzahlen, Lebenserwartung und Wanderungsbewegungen - diese drei Faktoren bestimmen die demografische Entwicklung.

Die Abbildung "Geburtenüberschuss/-defizit in den Kommunen des Landkreises Leer" zeigt die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Geburten und Sterbefällen im gleichen Zeitraum im Landkreis Leer. Sterben im gleichen Zeitraum mehr Menschen als Kinder geboren werden, dann spricht man von einem Geburtendefizit. Dieses führt zu einem Bevölkerungsrückgang, wenn das Defizit nicht durch Wanderungsgewinne, also zuziehende Menschen ausgeglichen wird.

Geburtenüberschuss/-defizit in den Kommunen des Landkreises Leer (Datentabelle)

2009 verzeichnete der Landkreis Leer mit 1337 Geburten die niedrigste Geburtenanzahl seit 1970. Das Geburtendefizit ist von -336 in 2008 auf -390 in 2009 angestiegen. Seit Jahren liegt nunmehr die Anzahl der Geburten unter der Zahl der Sterbefälle. Die jährlichen Wanderungsgewinne sind rückläufig und gleichen daher nicht mehr die Geburtendefizite aus. 

Wanderungssaldo (Ergebnis aus Zu- und Fortzügen), Geburtenüberschuss/-defizit (Ergebnis aus Geburten und Sterbefällen)

Insbesondere junge Menschen in der Altersgruppe der 18-25- Jährigen verlassen zunehmend den Landkreis Leer für Bildung (Bildungswanderer) und werden häufig faktisch zu Bildungsabwanderern, wenn sie am Ausbildungs- oder Studienort Jobangebote annehmen.

Wanderungssaldi nach Altersgruppen (Datentabelle)


weitere kommunale Daten für den Landkreis Leer


Voraussichtliche Schulabgänger

Die nachfolgende Grafik zeigt die Fortschreibung von Ist-Zahlen. Da die besuchte Schulform nicht ausschließlich auf den zu erreichenden Abschluss abzielt, spiegeln die unten genannten Werte nicht automatisch die voraussichtlich erreichten Schulabschlüsse wider. So kann z. B. auch an einer Hauptschule ein höherwertiger Abschluss erreicht werden bzw.an einer Realschule der Hauptschulabschluss.
Mögliche Schulabgänger allgemeinbildender Schulen, eigene Zahlen des Schulamts bis 2022

Arbeitskräftebedarf

Ob die prognostizierte Entwicklung letztendlich eintritt, hängt auch von der Entwicklung der Rahmenbedingungen vor Ort ab, beispielsweise von der Nachfrage nach Arbeitskräften. Für die Ems-Achse wird die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter steigen, so eine Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturentwicklung mbH (2009). Dies kann sich positiv auf die demografische Entwicklung vor Ort auswirken.

Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2060

Das Statistische Bundesamt hat die 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung vorgestellt. Die Prognosen sprechen eine deutliche Sprache: Heute gibt es etwa 50 Millionen Personen im Erwerbsalter zwischen 20 und 64 Jahren. 2060 werden es 27 bis 34 Prozent weniger sein. Schon 2030 werden 50 65-Jährige und älter auf 100 Personen im Erwerbsalter zwischen 20 und 64 Jahren entfallen.

Kontakt

Amt für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Beschäftigung
Demografiebeauftragte
Friesenstraße 26
26789 Leer (Ostfriesland)
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