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Gründung & Nachfolge
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Vier Fragen auf dem Weg zur Gewerbeanmeldung

Gehören Sie zu den Freiberuflern, die kein Gewerbe anmelden müssen?    

Ärzte, Architekten, Steuerberater, Rechtsanwälte, Künstler, Journalisten, Schriftsteller, Land- und Forstwirte

Wollen Sie sich in einem erlaubnispflichtigen Gewerbe selbstständig machen?

Wenn ja, müssen Sie folgende Anforderungen erfüllen:

Handwerk
Eintragung in die Handwerksrolle (Meister) bei der örtlichen Handwerkskammer oder Ausnahmebewilligung (siehe Handwerk).

Einzelhandel
Sachkundenachweise für bestimmte Bereiche (freiverkäufliche Arzneimittel, Milch, Fleisch).
Entsprechende Kurse bieten die Industrie- und Handelskammern (IHK) an.

Gaststätten und Hotels
Teilnahme an einem Kurs der IHK über lebensmittel- und hygienerechtliche Bestimmungen.

Bewachungsgewerbe
Persönliche Zuverlässigkeit, ausreichendes Kapital oder Sicherzeiten und ein 40-stündiger IHK-Kurs. Erlaubnis des Gewerbeamtes.

Gewerbliche Personenbeförderung mit Taxi, Mietwagen oder Bus
Persönliche Zuverlässigkeit, polizeiliches Führungszeugnis, fachliche Eignung, nachgewiesen durch IHK-Prüfung. Konzession erteilt zuständiges Gewerbeamt oder Regierungspräsidium.

Reisegewerbe (keine ortsfeste Betriebsstätte)
Sie müssen ein polizeiliches Führungszeugnis und einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister vorlegen und erhalten dann eine Reisegewerbekarte.


Bei folgenden Firmengründungen prüfen die Gewerbeämter die persönliche und wirtschaftliche Zuverlässigkeit des Gründers:

Immobilienmakler, Bauträger, Baubetreuer, Aufstellen von Spielgeräten mit Gewinnmöglichkeit, Veranstaltung von anderen Gewinnspielen, Spielhallen, Versteigerer, Pfandvermittler und Pfandverleiher, Fahrschulen, Güterkraftverkehr, Ehevermittlung, Gebrauchtwarenhändler, Detektei.

Müssen Sie Ihr Unternehmen ins Handelsregister eintragen lassen?*  

eK-eingetragener Kaufmann/Kauffrau/Einzelkaufmann, OHG, KG, GmbH, GmbH & Co. KG

* Ein Einzelunternehmen und eine BGB-Gesellschaft müssen erst dann eingetragen werden, wenn „sie nach Art und Um-fang einem kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb entsprechen“. Eine schwammige Vorschrift, nähere Auskünfte erteilen die Industrie- und Handelskammern. Als Anhaltspunkt kann die Pflichtgrenze für die Buchführung dienen: Danach sind Firmen buchführungspflichtig, wenn ihr Umsatz ca. 250.000€ oder ihr Gewinn ca. 24.000€ im Jahr nicht überschreitet. Wer darunter liegt, braucht nur eine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung (Gegenüberstellung aller Einnahmen und Ausgaben) zu führen.

Ist Ihr Firmenname geklärt?  

Achtung! Irreführende Firmennamen wie zum Beispiel „Internationales Beratungsinstitut“ für ein Ein-Mann-Unternehmen führen stets zum Einspruch der IHK.

Tipp: Informieren Sie sich dort vor der Gewerbeanmeldung, welchen Namen Ihre Firma führen darf oder muss.