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Ehemalige Jüdische Schule Leer
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Ehemalige Jüdische Schule Leer nimmt an Sukkot XXL teil

Zum ersten Mal werden in Deutschland anlässlich des jüdischen Festes Sukkot rund 40 Laubhütten im öffentlichen Raum errichtet. Vom 20. bis 27. September laden Jüdische Gemeinden, Vereine, Bildungs- und Kulturinstitutionen in 13 Bundesländern dazu ein, in ihre Sukka einzutreten und mitzufeiern. Auch die Ehemalige Jüdische Schule Leer beteiligt sich an Sukkot XXL. Am 23. und 25. September 2021 werden in der Ubbo-Emmius-Straße 12 in Leer Veranstaltungen angeboten.

Neben der geschmückten Laubhütte gibt es Informationen und Materialien rund um das Laubhüttenfest. Kinder dürfen sich besonders auf das gestaltete Mal- und Mitmach-Buch "Komm, wir feiern Sukkot!" freuen.

Die Termine in der Übersicht:

  • Donnerstag, 23.09.2021 | 20 Uhr
    Gespräch und Lieder mit Baruch Chauskin, Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück
    Er berichtet, wie das Laubhüttenfest in der Jüdischen Gemeinde Osnabrück gefeiert wird.
    Eintritt frei, Anmeldung unter: ejs@lkleer.de

  • Samstag, 25.09.2021 | 10 Uhr
    Jüdisches Puppentheater Bubales: "Die Koscher–Maschine"
    ab 5 Jahre bis 120 Jahre
    Mit lustigen Songs und bunten Tieren erklären die Bubales die jüdischen Speiseregeln.
    Eintritt frei, Anmeldung unter: ejs@lkleer.de


Die Aktion Sukkot XXL ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein "321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V." organisiert und koordiniert.

Warum Sukkot?

In der Bibel wird berichtet, dass das Volk Israel 40 Jahre lang durch die Wüste wanderte. Unter Führung von Moses zog es von Ägypten aus in das Gelobte Land. Während dieser Zeit hatten die Israeliten keine festen Häuser. Sie bauten Zelte auf (vgl. 3. Mose 23, 42-43). Um an diese Zeit zu erinnern, errichten Jüdinnen und Juden zum Sukkot-Fest Laubhütten, in denen sie essen und miteinander feiern. Wichtig ist, dass man durch das Dach die Sterne sehen kann, um Gott nahe zu sein. Die einfachen Hütten werden oft aus Holz oder Strohmatten gebaut und sind festlich geschmückt. Sukkot ist auch ein Fest, an dem man Gott für die Ernte dankt.

Warum #2021JLID?

Hintergrund des Festjahres ist, dass der römische Kaiser Konstantin am 11. Dezember 321 ein Edikt erließ. Dieses Gesetz besagte, dass Juden städtische Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften und sollten. Das Edikt Konstantins, das in einer Abschrift in der Bibliothek des Vatikans aufbewahrt und ab September im Kölner Kolumba-Museum gezeigt werden wird, ist somit das früheste schriftliche Zeugnis über jüdisches Leben in Mittel- und Nordeuropa. Es belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden also nachweislich seit mindestens 1700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands.


Filmvorführungen und Ausstellung

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer zeigt in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. den Dokumentarfilm „Rosa – eine unsichtbare Frau“, der von Werkstattfilm e.V. um den Filmemacher Farschid Ali Zahedi aus Oldenburg erarbeitet wurde. Zum Film wird in der Ehemaligen Jüdische Schule Leer die gleichnamige Ausstellung in den Räumen der Gedenk- und Begegnungsstätte zu sehen sein. Zusätzlich wird der Film an weiteren Orten im Landkreis gezeigt.


Der Film und die Ausstellung stellen die Frage: Wer war Rosa Lazarus? Die außergewöhnliche Geschichte der in Stapelmoor geborenen und anschließend in Oldenburg lebenden Jüdin Rosa Lazarus ist keine Heldengeschichte, sondern handelt vom Leben und Überleben einer ganz gewöhnlichen Frau. Rosa Lazarus floh vor den Nationalsozialisten in die Niederlande und wurde vom Groninger Theologen Binne Roorda gemeinsam mit sieben anderen Jüdinnen und Juden mehrere Jahre in dessen Haus versteckt. Zahedi dazu: „Anhand von Rosas Lebenswegs wird ein bisher in der lokalen Geschichtsschreibung des Raums Oldenburg – Ostfriesland – Groningen vernachlässigtes Kapitel beleuchtet und neue Perspektiven für grenzübergreifende und gleichzeitig lokal verwurzelte Erinnerungskultur eröffnet.“


Freitag, 10.09.21, 19 Uhr
EJS, Ubbo-Emmius-Straße 12, 26789 Leer
Film und Gespräch mit Farschid Ali Zahedi
Veranstalter: Ehemalige Jüdische Schule Leer und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland
Voranmeldung wegen begrenzter Platz: ejs@lkleer.de,
Eintritt: kostenfrei

Kontakt

Leiterin Ehemalige Jüdische Schule
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer (Ostfriesland)
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Telefon: 0491 99920832
E-Mail senden

Postanschrift

Landkreis Leer
Amt für Schule, Bildung und Kultur
Ehemalige Jüdische Schule
Bergmannstraße 37
26789 Leer

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen nach Vereinbarung möglich. 

Eintritt und Führungen sind kostenfrei.

"Jüdisches Leben im grenznahen Raum"

Ehemalige Jüdische Schule
Forschungsprojekt »Jüdisches Leben im grenznahen Raum«
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer (Ostfriesland)
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Telefon: 0491 99920834
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Das aktuelle Factsheet zum Projekt der Ehemaligen Jüdischen Schule «Jüdisches Leben im grenznahen Raum« gibt es hier zum Herunterladen als PDF:

Factsheet März 2021

Factsheet April 2020

Factsheet April 2019

Factsheet Mai 2018