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Fragen und Antworten zum Niedersächsischen Hundegesetz

1. Welche Hunde müssen gechipt werden und wer macht das?

Alle Hunde im Alter von über 6 Monaten, unabhängig von Größe, Rasse oder Alter, müssen seit dem 01.07.2011 mit einem Mikrochip (auch Transponder genannt) gekennzeichnet sein.
Der Haustierarzt hat solche Mikrochips und setzt diesen. Dieser Mikrochip wird mittels einer Spritze und Kanüle in der Regel am Hals unter die Haut gesetzt. Es ist keine Betäubung oder Narkose erforderlich. Der Chip kann mit einem elektronischen Lesegerät abgelesen werden.
Die Chipnummer ist individuell und es wird empohlen, die Chipnummer auch gleich in einem Haustierregister wie z. B. TASSO kostenlos zu registrieren, damit der Hund bei Entlaufen auch identifiziert und dem Besitzer zugeordnet werden kann.

2. Muss ich als Hundehalter eine Haftpflichtversicherung haben?

Ja, und zwar eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung.
Diese ist für alle Hunde ab einem Alter von über 6 Monaten, unabhängig von Größe, Rasse oder Alter, seit dem 01.07.2011 Pflicht.
Die Versicherungssumme muss mindestens 500.000.- Euro für Personen- und 250.000.- Euro für Sachschäden betragen.

3. Muss jetzt jeder eine Sachkundeprüfung ablegen?

Nein.
Die Regelung mit der Sachkundeprüfung gilt erst ab dem 01.07.2013 und gilt nur für diejenigen, die in den letzten 10 Jahren vor Aufnahme der neuen Hundehaltung nicht vorher schon nachweislich für mindestens 2 Jahre ununterbrochen einen Hund gehalten haben. Solch erfahrene Hundehalter müssen also auch zukünftig keinen Sachkundenachweis ablegen. Als Nachweis über die bisherige Hundehaltung können auch die Belege über die Hundesteuer gelten.  

4. Wie sieht so eine Sachkundeprüfung aus?

Die Sachkundeprüfung enthält einen theoretischen Teil, der vor Aufnahme der neuen Hundhaltung abgelegt werden soll. Der praktische Teil soll im ersten Jahr der Hundehaltung erfolgen. Genauere Details sind derzeit noch nicht bekannt. Wie erwähnt gilt die Regelung erst ab 01.07.2013.

5. Gibt es Personengruppen, die automatisch als sachkundig angesehen werden?

Ja, dies sind Tierärzte, anerkannte Abnehmer von Brauchbarkeitsprüfungen (spezielle Jagdhundeprüfung), Personen die mit einem Hund eine Brauchbarkeitsprüfung erfolgreich abgelegt haben (Nachweis über Prüfungszeugnis mit Namen des Hundeführers bei der "Jagdhundeprüfung"), Blindenhundführer und sonstige wenige Spezialfälle.

6. Darf jede Hundeschule die Sachkundeprüfung abnehmen?

Nein, die Hundeschule muss hierfür extra anerkannt worden sein. Obwohl aktuell viele Hundeschulen schon so tun, als ob sie dies dürfen, stimmt es häufig nicht.

7. Ich bin nicht Hundehalter, führe den Hund nur aus. Muss ich ab 01.07.2013  einen Sachkundenachweis haben?

Nein. Die Sachkunderegelung bezieht sich nur auf Halter von Hunden, nicht auch noch auf jede Person, die den Hund ausführt.

8. Werde ich als Hundehalter in einer zentralen Datenbank erfasst?

Ja, aber diese Regelung gilt erst ab 01.07.2013. Wer die Datenbank betreibt ist derzeit noch unklar. Aber dort muss jeder Hund,unabhängig von Alter, Größe und Rasse bis zur Vollendung des 7. Lebensmonats vom Tierhalter angemeldet worden sein, für ältere Hunde gilt dies innerhalb eines Monats nach Haltungsaufnahme. Die Angabe folgender Daten ist dann Pflicht:

Angaben vom Hundehalter:Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift
Hundedaten:Geschlecht, Geburtsdatum, Rasse oder soweit möglich Kreuzungsangaben, Transpondernummer.

Änderungsangaben wie Anschriftwechsel, Aufgabe der Hundehaltung, Abhandenkommen oder Tod des Tieres sind innerhalb von einem Monat zu melden.

9. Wer kontrolliert dies eigentlich alles?

Zuständig für die Kontrollen der Einhaltung der vorstehend genannten Punkte ist die Gemeinde.

Zeigt ein Hund ein aggressives Verhalten, prüft zunächst der Landkreis, ob der Hund als gefährlich einzustufen ist.

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