Erstellung einer Roadmap für ein "Modulares Innovations-Netzwerk"
Projektstart und Förderung
Für die Entwicklung einer strategischen Roadmap (deutsch: Straßenkarte) zur Etablierung eines modularen Innovationsnetzwerks (kurz: MOIN) erhielt die Zukunftsregion Ostfriesland eine Förderung in Höhe von 40.000 Euro aus EU-Mitteln. Den Förderbescheid übergab im August 2024 Regionalministerin Wiebke Osigus bei einer Veranstaltung im Digital Hub Ostfriesland.
Der offizielle Projektstart erfolgte am 22. November 2024 mit einem Kick-Off, bei dem gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Steuerungsgruppe sowie der Fachgruppe Gesellschaft/Wirtschaft/Smart Region erste Impulse im Rahmen von Zukunftswerkstätten gesammelt wurden.
Ziel: Roadmap für eine Smart Region inklusive einer regionalen Datenplattform
Zentrales Ergebnis des Projekts ist die Konzeption einer Smart Region inklusive einer regionalen Datenplattform, auf der bedeutsame Informationen aus den Bereichen Verkehr, Umwelt, Demografie, Wirtschaft und weiteren Feldern gebündelt und öffentlich zugänglich gemacht werden sollen. Die strategische Planung erfolgte in Form einer Roadmap, die konkrete Meilensteine und Umsetzungsschritte definiert.
Ergebnisse & Perspektiven aus dem Projektabschluss 2025
Am 17. Juni 2025 wurde das Roadmap-Projekt im Digital Hub Ostfriesland erfolgreich abgeschlossen. Es hat sich als strategisch wertvoll erwiesen: Mit der prototypischen Umsetzung einer offenen, föderierten Datenplattform auf Basis von Open-Source-Technologien wie Civitas und Grafana wurde ein zukunftsfähiges Fundament für die digitale Souveränität der Region geschaffen. Zehn konkrete Use Cases – von Hochwasserschutz über Radverkehrsinfrastruktur und Verkehrssicherheit bis hin zur digitalen Besucherlenkung – zeigen, wie Daten gemeinwohlorientiert und praxisnah eingesetzt werden können. Die entwickelte Roadmap bietet nicht nur technische Lösungen, sondern auch ein Governance-Modell, das Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gleichberechtigt.
Kick-Off erfolgreich abgeschlossen
Kick-Off zum Projekt am 22. November 2024
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Steuerungsgruppe der Zukunftsregion Ostfriesland und der Fachgruppe Gesellschaft/Wirtschaft/Smart Region des Digital Hub Ostfriesland wurden erste Impulse für den weiteren Prozess im Rahmen von Zukunftswerkstätten gesammelt.
Bescheidübergabe im Digital Hub Ostfriesland
"Dieses Projekt wird dazu beitragen, Dienstleistungen, Mobilität oder Gesundheitsversorgung an den regionalen Bedarf anzupassen. Das macht Ostfriesland als Lebensraum und als Reise- und Ausflugsziel noch attraktiver. Gleichzeitig starkt es die Zukunftsregion Ostfriesland als Wirtschaftsstandort und den Zusammenhalt unter den Menschen", so Regionalministerin Osigus. „Ich freue mich, dass wir mit unserem Programm ,Zukunftsregionen in Niedersachsen' dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen können."
„Wir freuen uns sehr über die Förderung des Landes", sagt Landrat Matthias Groote. „Unser Vorhaben, eine Roadmap zu entwickeln, klingt erst einmal abstrakt. Letztlich wird diese Karte uns den Weg zu unserem Ziel weisen: Eine öffentlich zugängliche Plattform, von der wir in Ostfriesland alle profitieren können."
Die geplante Roadmap solle darüber hinaus den Weg zu einer smarten Region Ostfriesland aufzeigen, so Groote. Dazu gehöre auch ein tragendes Netzwerk, das Finden passender Leuchtturmprojekte und der Betrieb der Plattform über den Projektzeitraum hinaus.
Hintergrund
Zur Zukunftsregion Ostfriesland gehören die Landkreise Aurich, Wittmund und Leer sowie die kreisfreie Stadt Emden.
Zu „Zukunftsregionen in Niedersachsen" haben sich auf Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Landkreise und kreisfreie Städte zusammengeschlossen, um gemeinsam regionale Projekte zur Stärkung ihrer Regionen umzusetzen. Dabei erhalten sie Unterstützung für den Betrieb eines Regionalmanagements, dass die regionale Zusammenarbeit organisiert und regionale Projekte entwickelt. Mit ihrer Anerkennung verfügen die Zukunftsregionen über regionale Budgets zwischen fünf und sieben Millionen Euro. Insgesamt setzt das Niedersächsische Regionalministerium rund 96 Millionen Euro aus EFRE/ESF+-Mittein dafür ein.