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Coronavirus: Informationen für Unternehmen

Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen und Selbstständige im Landkreis Leer. Hier informieren wir über Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Unternehmen und bereiten wichtige Informationen für Sie auf. Wegen der dynamischen Lage können wir aber weder Gewähr für Vollständigkeit noch für Aktualität übernehmen. Dementsprechend sind die zusammengetragenen Punkte als Erstinformation zu verstehen. Die rechtlich verbindlichen Informationen erhalten Sie bei der jeweils zuständigen Einrichtung. Wir bitten hierfür um Verständnis.


Coronavirus-Hilfe

Finanzielle Hilfe für Unternehmen & Selbstständige

Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Unternehmen jeder Größe erhalten steuerliche Hilfen, um ihre Liquidität zu verbessern. Für unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen gilt bis Ende 2020:
  • Finanzbehörden gewähren Stundungen von Steuerschulden.

  • Steuervorauszahlungen können angepasst werden.

  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen werden verzichtet.

  • Anpassung und Erstattung von Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer.
  • Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren. Voraussetzung ist, dass Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.

  • Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber auf bis zu 80 % des Gehalts bleiben steuerfrei.

  • Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 % gesenkt

Nähere Info unter: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen

Im Rahmen des Konjunkturpakets des Bundes (siehe auch Steuerliche Hilfsmaßnahmen) ist vereinbart worden, dass Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise hohe Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, finanziell unterstützt werden. Zu diesem Zweck ist das Programm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ aufgelegt worden.

Ziel der Überbrückungshilfe ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis August 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren und dadurch zu ihrer Existenzsicherung beizutragen.

Antragsberechtigte:
Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen.

Hierunter fallen grds. auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (bspw. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten).

Nicht antragsberechtigt sind öffentliche Unternehmen (Details s. Eckpunktepapier)

Voraussetzungen:
Geschäftstätigkeit musste in Folge der Corona-Krise vollständig oder zu wesentlichen Teilen eingestellt werden, d. h. Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mind. 60 % gegenüber April und Mai 2019
Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, werden die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich herangezogen.

Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.

Unternehmen fällt nicht unter sog. „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“. (siehe: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/WSF/wirtschaftsstabilisierungsfonds.html)

Antragsstellung:
Bis spätestens zum 31. August 2020.

Beratung und Antragstellung erfolgt über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in. Die Beratungskosten sind als Fixkosten förderfähig

Förderfähige Kosten:
Fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten (bspw. Miete und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Kosten für Auszubildende, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen, etc.) Link Aufzählung

Fördersatz:
Erstattung der fixen Betriebskosten abhängig vom Umsatzrückgang gegenüber Vorjahresmonat:

  • 80 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
  • 50 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 %
  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 % und unter 50 %

Fördersumme:
Maximal 150.000 Euro für drei Monate
(bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten max. 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten max. 15.000 Euro für drei Monate). Die maximalen Erstattungsbeträge können in Ausnahmefällen überschritten werden.

Hinweis / Anmerkung:
Unternehmen, die Soforthilfe des Bundes oder der Länder (Niedersachsen-Soforthilfe Corona) in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen im o. g. Umfang betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt.

Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, sofern das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt wird. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die Ihren Geschäftsbetrieb eingestellt haben oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und Antragsmöglichkeiten finden Sie hier.

Kredite für Unternehmen

KfW-Kredite

Die Bundesregierung bietet über die KfW inzwischen verschiedene Förderprogramme an. Um das für Sie passende Förderprogramm auszuwählen können Sie den Förderassistenten der KfW nutzen. Weitere detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Programmen erhalten Sie unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

Für eine ausführliche Beratung zu KfW-Finanzierungen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank.

Niedersachsen-Liquiditätskredit

Das Land Niedersachsen und die NBank unterstützen kleine Unternehmen bis einschließlich zehn Beschäftigte in Niedersachsen, die im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie Liquiditätsengpässe überbrücken müssen.

Das Wichtigste:

  • für kleine Unternehmen sowie freiberuflich Tätige
  • Förderung der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und die Finanzierung von Betriebsmitteln
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100 % der förderfähigen Kosten
  • Darlehensbetrag: 5.000 Euro bis 50.000 Euro
  • Darlehenslaufzeit: 10 Jahre
  • zwei Jahre zins- und tilgungsfrei
  • Besicherung ist nicht erforderlich.

Der Niedersachsen-Liquiditätskredit kann bei der NBank über das Kundenportal beantragt werden. Nähere Infos unter: https://www.nbank.de/Blickpunkt/Uebersicht-der-Hilfsprogramme/Niedersachsen-Liquiditaetskredit/index.jsp

Darlehen der Rentenbank

Für Unternehmen der Landwirtschaft, einschließlich des Wein- und Gartenbaus, der Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur. Bietet die Rentenbank verschiedene Darlehensmöglichkeiten. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.rentenbank.de/foerderangebote/landwirtschaft/corona-hilfen/ .

 

Bürgschaften des Bundes oder des Landes Niedersachsen

Der Bund und das Land Niedersachsen gewähren derzeit bis zu 90%ige Bürgschaften in einem auf 1-2 Wochen verkürzten Verfahren. Informationen zu den entsprechenden Bürgschaften finden Sie hier für das Land Niedersachsen und hier für den Bund.

Sozialleistungen für in Not geratene Selbstständige

Selbstständige, die nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt und somit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, können beim Zentrum für Arbeit einen Antrag auf SGB II-Leistungen - die einkommens- und vermögensabhängig sind - stellen. Damit ihre Existenz nicht bedroht ist, wird der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vereinfacht. Unter anderem greift hier für sechs Monate eine wesentlich vereinfachte Vermögensprüfung.

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung werden für die Dauer von sechs Monaten ab Antragstellung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Damit ist der Verbleib in der Wohnung erst einmal gesichert. Die Leistungen werden schnell und unbürokratisch zunächst für sechs Monate gewährt. Die Selbständigkeit muss wie bisher beim Bezug von Leistungen nicht aufgegeben werden. Um den Kinderzuschlag zu gewähren, werden nicht mehr Einkommensnachweise der letzten sechs Monate vor Antragstellung herangezogen, sondern der Nachweis des aktuellen Einkommens im letzten Monat vor Antragstellung. Damit erhalten auch diejenigen den Kinderzuschlag, die einen plötzlichen Einkommensverlust erlitten haben.

Nähere Info unter www.zfa-leer.de/Zentrum-f%C3%BCr-Arbeit

Landkreis Leer - Zentrum für Arbeit

Telefon: 0491/ 9994-0

Selbstständige, die in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, wenden sich bitte an die Agentur für Arbeit.

Nähere Infos unter www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld

Telefon: 0800/ 4 5555 00

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Das Programm befindet sich derzeit noch in der Abstimmung. Eine Antragstellung ist noch nicht möglich. Wir werden Sie umgehend informieren, sobald Anträge gestellt werden können.

Die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Arbeit und Soziales (BMAS) haben das neue Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ angekündigt.

Ausgestattet mit einem Gesamtbudget von bis zu 500 Mio. Euro für die Jahre 2020 und 2021 richtet sich das Programm an Ausbildungsbetriebe sowie ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten, die durch die COVID-19-Krise betroffen sind.
Ziel ist es, das Ausbildungsplatzangebot aufrechtzuerhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen (Ausgeschlossen sind Praktika).

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  1. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen)
    • Voraussetzung: KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten.
    • Förderung: je abgeschlossener Ausbildungsvertrag für das Ausbildungsjahr 2020 einmalig 2.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit)

  2. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot erhöhen)
    • Voraussetzung, KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.
    • Förderung: je zusätzlich abgeschlossener Ausbildungsvertrag für das Jahr Ausbildungsjahr 2020 einmalig 3.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit)

  3. Vermeidung von Kurzarbeit
    • Ziel: Kurzarbeit bei Auszubildenden vermeiden, um den erfolgreichen Abschluss der begonnenen Ausbildung sicherzustellen.
    • Voraussetzung: Arbeitsausfall von mind. 50 % im gesamten Betrieb
    • Förderung: max. 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem der o. g. Arbeitsausfall zu verzeichnen ist.

  4. Auftrags- und Verbundausbildung
    • Ziel: Stimulierung der stärkeren Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung
    • Voraussetzung: Umsatzrückgang beim ausbildenden Betrieb in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mind. 60 % gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten
    • Antragsberechtigt: KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende für mind. sechs Monate übernehmen.
    • Förderung: einmalige Prämie i. H. v. 1.500 Euro für einen Betrieb bzw. i. H. v. 8.000 Euro für ÜBS und andere Einrichtungen

  5. Übernahmeprämie
    • Ziel: Sicherung der Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz eines ausbildenden KMU
    • Antragsberechtigt: KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, welche die Auszubildenden bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.
    • Förderung: einmalige Prämie i. H. v. 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden

Detaillierte Eckpunkte des Förderprogrammes finden Sie hier.

Weitere finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

Unterschiedliche Förderprogramme und Fonds bieten weitere finanzielle Unterstützung an.

Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen

Das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik über die NBank beantragen.

Förderprogramm „go-digital“ für die Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen

Für kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe bietet das BMWi im Rahmen des Förderprogramms »go-digital« finanzielle Unterstützung bei der kurzfristigen Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. Gefördert wird die unterstützende Beratung zur Umsetzung von Homeoffice-Lösungen durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Der Fördersatz beträgt max. 50 % auf einen max. Beratertagesatz von 1.100 Euro (Förderumfang: max. 30 Beratertage).

Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine

Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle Unterstützungsleistungen (Billigkeitsleistung). Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter: https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/ausschreibungen_programme_forderungen/corona-sonderprogramm-fur-gemeinnutzige-kultureinrichtungen-und-kulturvereine-188405.html

Sonderfonds für Kulturschaffende

Die VGH-Stiftung sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung haben jeweils einen Sonderfonds für ein Soforthilfeprogramm zur Unterstützung freiberuflich bzw. selbstständig tätiger Kulturschaffender in Niedersachsen und Bremen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aufgelegt.

Kurzarbeit - Informationen und Vorgehensweise

Die neuen Kurzarbeiterregelungen der Bundesregierung

Bundesregierung und Gesetzgeber haben Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen.

Folgende Erleichterungen gelten rückwirkend ab 1. März 2020:

  • Kurzarbeit kann anmeldet werden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Diese Schwelle lag zuvor bei 30 Prozent der Belegschaft.

  • Das Einbringen von Minusstunden zur Vermeidung von Kurzarbeitergeld ist nicht mehr erforderlich.

  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.

  • Die Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden werden voll erstattet.

Nähere Info unter: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/erleichtertes-kurzarbeitergeld.html

Beantragung von Kurzarbeit

Unternehmen zeigen Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit an. Auf der Webseite der Agentur für Arbeit finden Sie die nötigen Formulare und Informationen zur Beantragung.

Nähere Infos unter: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

Auch die Agentur für Arbeit Emden-Leer ist nur noch telefonisch und online erreichbar und hat aktuell eine zusätzliche Rufnummer eingerichtet.

Ergänzend zur Hotline 0800/4555520 (für Arbeitgeber) kann die Kontaktaufnahme auch unter der Nummer 0491/9270700 erfolgen.

Vorteile der Gewährung von Kurzarbeitergeld für Arbeitgeber

Der Arbeitgeber profitiert mittelbar, wenn die Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten, da er während der Kurzarbeit von den Lohnkosten entlastet wird. Bisher hatte jedoch der Arbeitgeber während der Kurzarbeit die Sozialversicherungsabgaben (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile) für die ausgefallene Arbeitszeit weiter zu tragen. Aktuell jedoch soll der Arbeitgeber wegen des Coronavirus zukünftig bei Kurzarbeit zu 100% von den Sozialversicherungsbeiträgen für das Kurzarbeitergeld entlastet werden. Die Kurzarbeit soll Unternehmer auch in die Lage versetzen, nach Ende des Arbeitsausfalls schnell und mit der vorhandenen Belegschaft die Arbeit wieder aufnehmen zu können.

Nähere Info unter: www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Finanzielle Leistungen bei Kurzarbeit für Arbeitnehmer

Die Höhe richtet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Grundsätzlich übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 % des ausgefallenen Nettolohns, bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 %.

Im Koalitionsausschuss wurden zudem am 23.04.2020 folgende Änderungen beschlossen: Das Kurzarbeitergeld wird für diejenigen, die Corona-Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht. Längstens bis 31.12.2020.

Zudem ist die Hinzuverdienstregelung befristet bis zum 31.Oktober 2020 gelockert.

Die Mitgliedschaft in Kranken‑, Pflege- und Rentenversicherung bleibt erhalten. Wird der Beschäftigte trotz Kurzarbeit später noch arbeitslos, bemisst sich sein Arbeitslosengeld nicht nach dem Kuurzarbeitergeld, sondern nach dem Gehalt, das ohne den Ausfall erzielt worden wäre.

Nähere Info unter: www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

Angeordnete Quarantäne

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beziehungsweise deren Arbeitgeber/innen sowie Selbstständige können bei amtlich angeordneter Quarantäne eine Entschädigung aufgrund des Verdienstausfalles erhalten. Wichtig ist an dieser Stelle aber der Hinweis, dass hier nur ein Antrag gestellt werden kann, wenn sich Personal in Quarantäne befindet, nicht aber wenn Ausfälle durch die angeordneten Schließungen entstehen. 

Anträge auf Entschädigung müssen schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne gestellt werden. Soweit der Arbeitsort der betroffenen Person im Landkreis Leer liegt, ist das Amt für Digitalisierung und Wirtschaft Ihr Ansprechpartner für Fragen rund um Anträge nach dem Infektionsschutzgesetz.

Nutzen Sie bitte die folgenden Antragsformulare:

Antrag auf Entschädigung: Quarantäne (PDF, 416 kB)

LK_Leer_Merkblatt_Entschädigung_IfSG_2020_07_29 (PDF, 101 kB)

Kinderbetreuung

Im Falle behördlich angeordneter Kita- oder Schulschließungen nach dem Infektionsschutzgesetz besteht für Sorgeberechtigte von betreuungsbedürftigen Kindern das Risiko des Verdienstausfalls.

Wenn erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern,

  • die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder
  • behindert und auf Hilfe angewiesen sind,

in diesem Zeitraum die Kinder selbst betreuen müssen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können, und erleiden sie dadurch einen Verdienstausfall, erhalten sie eine Entschädigung in Geld. Diese beträgt 67 Prozent, des dem erwerbstätigen Sorgeberechtigten entstandenen Netto-Verdienstausfalls; maximal 2.016 € pro Monat. Die Hilfen können für bis zu 10 Wochen pro Elternteil (bei Alleinerziehenden auf bis zu 20 Wochen) in Anspruch genommen werden. Soweit der Arbeitsort der betroffenen Person im Landkreis Leer liegt, ist das Amt für Digitalisierung und Wirtschaft Ihr Ansprechpartner für Fragen rund um Anträge nach dem Infektionsschutzgesetz.

Ein Anspruch besteht nicht, soweit eine Schließung ohnehin wegen der Schulferien erfolgen würde.


Die Anträge zum Download als PDF:

Antrag: Entschädigung auf Kinderbetreuung (PDF, 493 kB)

01A_LK_Leer_Anlage_Entschädigung_Arbeitgeber (PDF, 179 kB)

Anlage sonstige Erziehungsberechtigte (PDF, 715 kB)

LK_Leer_Merkblatt_Entschädigung_IfSG_2020_07_29 (PDF, 101 kB)

01B_LK_Leer_Anlage_Entschädigung_Kinderbetreuungsinstitution (PDF, 180 kB)

Ansprechpartner im Überblick

Landkreis Leer

Allgemeinverfügungen, Informationen über regionale Fallzahlen und dem Verhalten bei einer möglichen Erkrankung


Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg

Informationen zum Arbeitsausfall, Arbeitsschutz und zur Vorbereitung auf einen Krankheitsfall im Unternehmen

Tel.: 04921 / 8901 155


Handwerkskammer Aurich

Informationen zum Arbeits- und Arbeitsschutzrecht

Tel.: 04941 / 1797 0


NBank

Informationen zu Fördermitteln und Finanzhilfen des Landes

Tel.: 0511 / 30031 333 (auch samstags von 9-15 Uhr)


Bundesagentur für Arbeit

Informationen zu Kurzarbeitergeld

Tel.: 0800 / 45555 20


Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten des Landes, FAQs und Ansprechpartnern für spezifische Fragen

Tel.: 0511 / 120 5757


Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  

Information zu Hilfsprogrammen des Bundes, Kurzarbeit und Förderprogrammen

Tel.: 030 / 18615 1515


Bundesministerium für Finanzen

Informationen zu Hilfsprogrammen des Bundes, Fragen und Antworten


Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 

Informationen zur Auswirkungen auf die Land- und Ernährungswirtschaft

Tel.: 0511 / 120 2000


Robert Koch-Institut

Informationen über Fallzahlen, Diagnostik, Infektionsschutzmaßnahmen, Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-für-unsere-Kunden.jsp

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-corona-soforthilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=4

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/

Regional Einkaufen und Liefern lassen

www.marktplatz-lkleer.de

Rechtliches

Um die Bevölkerung vor der Verbreitung des Corona-Virus zu schützen, hat das Land Niedersachsen eine Verordnung erlassen.

Für Auslegungsfragen steht das Amt für Digitalisierung und Wirtschaft gerne zur Verfügung.