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Coronavirus: Informationen für Unternehmen

Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen und Selbstständige im Landkreis Leer. Hier informieren wir über Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Unternehmen und bereiten wichtige Informationen für Sie auf. Wegen der dynamischen Lage können wir aber weder Gewähr für Vollständigkeit noch für Aktualität übernehmen. Dementsprechend sind die zusammengetragenen Punkte als Erstinformation zu verstehen. Die rechtlich verbindlichen Informationen erhalten Sie bei der jeweils zuständigen Einrichtung. Wir bitten hierfür um Verständnis.


Coronavirus-Hilfe

Finanzielle Hilfe für Unternehmen & Selbstständige

Eine Übersicht zu den niedersächsischen Corona-Sonderprogrammen finden Sie auf der Website der NBank. Diese bietet auch Webinare zu den Förderbedingungen an. Die Präsentationen und Videomitschnitte können ebenfalls online abgerufen werden.

Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe III kann ab sofort bis zum 31. Oktober 2021 beantragt werden

Antragsberechtigte: Unternehmen, Soloselbständige, Angehörige der freien Berufe sowie Start-ups, die bis zum 31. Oktober 2020 gegründet wurden, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis 750 Mio. Euro im Jahr 2020

Voraussetzung: Umsatzeinbußen zwischen November 2020 und Juni 2021 von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019. Die Umsatzhöchstgrenze von 750 Millionen Euro entfällt für vom Lockdown betroffene Unternehmen. Dies gilt für Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche, die von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffen sind sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche.

Neu: Erweiterung der Überbrückungshilfe III um einen Eigenkapitalzuschuss für besonders betroffene Unternehmen, eine Erhöhung der Fixkostenerstattung auf bis zu 100 Prozent, eine Anschubhilfe für die Veranstaltungs-, Kultur- und Reisewirtschaft und eine Antragsberechtigung für kirchliche Unternehmen und für bis zum 31. Oktober 2020 gegründete Start-ups.

Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte.

Weitere Informationen zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Überbrückungshilfe III Plus

Förderzeitraum: Juli bis September 2021

Die Förderbedingungen entsprechen weitestgehend der Überbrückungshilfe III.

Neu:

  • Zuschuss zu steigenden Personalkosten, wenn Personal aus der Kurzarbeit zurückgeholt, neu einstgestellt oder anderweitig die Beschäftigung erhöht werden muss
  • Unternehmen, die von der Pleite bedroht sind, wird es künftig erleichtert, durch gezielte Stabilisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen eine Insolvenz zu vermeiden. Ersetzt werden Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
  • Weiter gefördert werden bauliche Maßnahmen und andere Investitionen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Digitalisierung.

Weitere Informationen hier.

Neustarthilfe für Soloselbstständige und kleine Kapitalgesellschaften

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden. Sie erhalten einen Vorschuss von bis zu 7. 500 Euro (bzw. bis zu 30.000 Euro als Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) für den Zeitraum Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z.B. der Grundsicherung, ausgezahlt und auch nicht auf diese angerechnet.

Anragsberechtigte:

  • Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften),
  • Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften) sowie
  • Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

Bei der Antragstellung Neustarthilfe gelten je nach Gruppe unterschiedliche Antragskriterien. Weitere Informationen hier.

Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021.

Die Neustarthilfe kann zusätzlich zur Überbrückungshilfe II (September bis Dezember 2020) oder der November- oder Dezemberhilfe (November bzw. Dezember 2020) beantragt werden.

Dagegen kann die Neustarthilfe nicht beantragt werden, wenn Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird - und umgekehrt.

Neustarthilfe Plus

Die Neustarthilfe Plus führt die Neustarthilfe für die Monate Juli bis einschließlich September 2021 fort. Gleichzeitig wird der monatliche Vorschuss (Betriebskostenpauschale) für Soloselbstständige mit oder ohne Personengesellschaften, kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, unständig Beschäftigte, Kapitalgesellschaften mit einer Gesellschafterin oder einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften) sowie für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften erhöht.

Förderhöhe: 50 Prozent eines dreimonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal jedoch 4.500 Euro für Soloselbständige und Gesellschafter von Personengesellschaften sowie maximal 18.000 Euro für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern und Genossenschaften.

Die Antragsbedingungen der Neustarthilfe Plus entsprechen denen der Neustarthilfe.

Weitere Informationen hier.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Für größere Mittelständler, die keine Überbrückungshilfen in Anspruch nehmen können, könnte die Erweiterung um das Instrument „Garantien für Anleihen“ im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WFS) von Interesse sein. Hierdurch wird der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert und eine weitere Finanzierungsmöglichkeit eröffnet

(siehe Pressemitteilung bzw. Website).

Kredite für Unternehmen

KfW-Kredite

Die Bundesregierung bietet über die KfW inzwischen verschiedene Förderprogramme an. Um das für Sie passende Förderprogramm auszuwählen können Sie den Förderassistenten der KfW nutzen. Weitere detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Programmen erhalten Sie unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

Für eine ausführliche Beratung zu KfW-Finanzierungen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank.

Niedersachsen-Schnellkredit

Mit dieser Förderung unterstützen das Land Niedersachsen und die NBank kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen, die im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie in vorübergehende Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.

- Für niedersächsische Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

- Bis zu 100% Finanzierung, Auszahlung zu 100 %

- Antragstellung im Hausbankverfahren mit Haftungsfreistellung

Weitere Informationen finden Sie hier.


NVenture

Wenn Sie im Zuge der COVID-19-Krise als Start-up oder als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) mit einer Betriebsstätte in Niedersachsen einen Liquiditätsbedarf haben, können Sie durch die Bereitstellung von Beteiligungskapital in Form von Kleinbeihilfen gefördert werden.
Mehr Informationen hier.


Darlehen der Rentenbank

Für Unternehmen der Landwirtschaft, einschließlich des Wein- und Gartenbaus, der Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur. Bietet die Rentenbank verschiedene Darlehensmöglichkeiten. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.rentenbank.de/foerderangebote/landwirtschaft/corona-hilfen/ .

 

Bürgschaften des Bundes oder des Landes Niedersachsen

Der Bund und das Land Niedersachsen gewähren derzeit bis zu 90%ige Bürgschaften in einem auf 1-2 Wochen verkürzten Verfahren. Informationen zu den entsprechenden Bürgschaften finden Sie hier für das Land Niedersachsen und hier für den Bund.

Sozialleistungen für in Not geratene Selbstständige

Selbstständige, die nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt und somit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, können beim Zentrum für Arbeit einen Antrag auf SGB II-Leistungen - die einkommens- und vermögensabhängig sind - stellen. Damit ihre Existenz nicht bedroht ist, wird der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vereinfacht. Unter anderem greift hier für sechs Monate eine wesentlich vereinfachte Vermögensprüfung.

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung werden für die Dauer von sechs Monaten ab Antragstellung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Damit ist der Verbleib in der Wohnung erst einmal gesichert. Die Leistungen werden schnell und unbürokratisch zunächst für sechs Monate gewährt. Die Selbständigkeit muss wie bisher beim Bezug von Leistungen nicht aufgegeben werden. Um den Kinderzuschlag zu gewähren, werden nicht mehr Einkommensnachweise der letzten sechs Monate vor Antragstellung herangezogen, sondern der Nachweis des aktuellen Einkommens im letzten Monat vor Antragstellung. Damit erhalten auch diejenigen den Kinderzuschlag, die einen plötzlichen Einkommensverlust erlitten haben.

Nähere Info unter www.zfa-leer.de/Zentrum-f%C3%BCr-Arbeit

Landkreis Leer - Zentrum für Arbeit

Telefon: 0491/ 9994-0

Selbstständige, die in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, wenden sich bitte an die Agentur für Arbeit.

Nähere Infos unter www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld

Telefon: 0800/ 4 5555 00

Ausbildung

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Arbeit und Soziales (BMAS) haben das neue Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ angekündigt.

Ausgestattet mit einem Gesamtbudget von bis zu 500 Mio. Euro für die Jahre 2020 und 2021 richtet sich das Programm an Ausbildungsbetriebe sowie ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten, die durch die COVID-19-Krise betroffen sind.
Ziel ist es, das Ausbildungsplatzangebot aufrechtzuerhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen (Ausgeschlossen sind Praktika).

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  1. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen)
    • Voraussetzung: KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten.
    • Förderung: je abgeschlossener Ausbildungsvertrag für das Ausbildungsjahr 2020 einmalig 2.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit)

  2. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot erhöhen)
    • Voraussetzung, KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.
    • Förderung: je zusätzlich abgeschlossener Ausbildungsvertrag für das Jahr Ausbildungsjahr 2020 einmalig 3.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit)

  3. Vermeidung von Kurzarbeit
    • Ziel: Kurzarbeit bei Auszubildenden vermeiden, um den erfolgreichen Abschluss der begonnenen Ausbildung sicherzustellen.
    • Voraussetzung: Arbeitsausfall von mind. 50 % im gesamten Betrieb
    • Förderung: max. 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem der o. g. Arbeitsausfall zu verzeichnen ist.

  4. Auftrags- und Verbundausbildung
    • Ziel: Stimulierung der stärkeren Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung
    • Voraussetzung: Umsatzrückgang beim ausbildenden Betrieb in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mind. 60 % gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten
    • Antragsberechtigt: KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende für mind. sechs Monate übernehmen.
    • Förderung: einmalige Prämie i. H. v. 1.500 Euro für einen Betrieb bzw. i. H. v. 8.000 Euro für ÜBS und andere Einrichtungen

  5. Übernahmeprämie
    • Ziel: Sicherung der Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz eines ausbildenden KMU
    • Antragsberechtigt: KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, welche die Auszubildenden bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.
    • Förderung: einmalige Prämie i. H. v. 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden

Detaillierte Eckpunkte des Förderprogrammes und Antragsmöglichkeiten finden Sie hier.

Landesprogramm zur Unterstützung des nds. Ausbildungsmarktes

Im Rahmen des Landesprogramms zur Unterstützung des nds. Ausbildungsmarktes hat das Nds. Kultusministerium (MK) zwei neue Richtlinien und zwei Richtlinienergänzungen/-änderungen veröffentlicht.

Ziel ist angesichts der pandemiebedingten angespannten Situation auf dem Ausbildungsmarkt die betriebliche Ausbildung zu unterstützen und zu entlasten sowie die Mobilität von Auszubildenden zu fördern.

1. Neue Richtlinien

Die beiden neuen Richtlinien richten sich an Ausbildungsbetriebe und Auszubildende, die staatlich anerkannte Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksverordnung, dem Seearbeitsgesetz, dem Altenpflegesetz bzw. dem Pflegeberufegesetz oder eine bundes- oder landesrechtlich geregelte praxisintegrierte Ausbildung im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen.

Ausgeschlossen sind öffentliche Unternehmen, deren Anteile sich vollständig oder mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden. Bildungseinrichtungen der Kammern, Kreishandwerkerschaften oder Innungen sind hingegen keine öffentlichen Unternehmen im Sinne der Richtlinie.

Es gelten folgende Förderbedingungen der Richtlinien:

Unterstützung und Entlastung von Ausbildungsbetrieben (Billigkeitsleistungen)

  • Ziel: Förderung von Ausbildungsbetrieben, die in den Jahren 2020 bis 2022 in den o. g. Ausbildungsberufen Ausbildungsverträge verlängern oder zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen

  • Förderfähige Kosten: 500 Euro je Ausbildungsverlängerung bzw. 1000 Euro je zusätzlich geschaffener Ausbildungsplatz
    (Einmalige Förderung je Unternehmen und max. zehn zusätzliche Ausbildungsplätze)

  • Voraussetzungen bei zusätzlichen Ausbildungsverträgen: Erhöhung der Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Unternehmen im Vergleich zum Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre jeweils am 31. Dezember sowie das Ausbildungsverhältnis bei Antragstellung bereits besteht und nicht vor dem 01.06.2020 begonnen wurde

  • Antragsfrist: Nach Ablauf der Probezeit laufende Antragstellung bis spätestens 31. Oktober 2022

Unterstützung einer erhöhten Mobilität von Auszubildenden (Billigkeitsleistungen)

  • Ziel: Förderung von Auszubildenden, die im Jahr 2020 oder 2021 einer der o. g. Ausbildungsberufe begonnen haben bzw. beginnen werden

  • Voraussetzung: Mind. eine Stunde Fahrzeit mit dem ÖPNV oder mind. 45 km zwischen nächstgelegener Wohnung und vertraglicher Ausbildungsstätte drei Monate vor Beginn der Ausbildung

  • Förderfähige Kosten: Einmalige Prämie i. H. v. 500 Euro

  • Antragsfrist: Nach Ablauf der Probezeit laufende Antragstellung bis spätestens 31. Dezember 2021

Weitere Informationen können Sie bei Interesse den beigefügten Richtlinien entnehmen. Bewilligungsstelle ist die NBank, die in Kürze die weiteren Programmunterlagen bereitstellen wird (www.nbank.de). Ansprechpartner erreichen Sie dort unter der Tel.: 0511 / 30031-333.

2. Richtlinienergänzung/-änderung

  • ESF-Programm „Übernahme und Einstellung von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben“ (Richtlinienänderung)
    In den Jahren 2020 bis 2022 können nun auch Ausbildungsbetriebe Zuwendungen erhalten, wenn der bisher ausbildende Betrieb den Ausbildungsvertrag aufgrund der COVID-19-Pandemie auflöst. Der Fördersatz liegt bei max. 50%. Anträge können laufend eingereicht werden.
    Ansprechpartner sind Frau Roschmann und Herr Kühns bei der NBank (Tel.: 0511 / 30031-388 bzw. -856). Details zum Programm finden Sie hier.

Weitere finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

Unterschiedliche Förderprogramme und Fonds bieten weitere finanzielle Unterstützung an.

Digitalisierungsberatung für kleine und mittlere Unternehmen des Einzelhandels

Ziel der Förderung ist es, Einzelhandelsunternehmen in die Lage zu versetzen, sich durch die Umsetzung nachhaltiger Digitalisierungsstrategien und -maßnahmen den geänderten Anforderungen des Marktes zu stellen – insbesondere auch zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise.

Grundsätzlich zu beachten sind folgende Förderbedingungen:

  • Antragsberechtigte: Autorisierte Beratungsunternehmen

  • Begünstigte: Kleine und mittlere Unternehmen des Einzelhandels, die vor dem 01.03.2020 gegründet wurden und ihren Sitz sowie mind. ein stationäres Einzelhandelsgeschäft in Niedersachsen haben
    (max. ein Antrag pro Einzelhandelsunternehmen unabhängig von der Anzahl der Betriebsstätten)

  • Antragsfrist: Antragsstellung laufend bis zum 28. Februar 2022 möglich

  • Fördergegenstand: Individuelle und passgenaue fachliche Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen des Einzelhandels in Digitalisierungsfragen durch autorisierte Beratungsunternehmen

  • Erforderliche Inhalte der Beratung:
    • Eine am Beratungsauftrag orientierte Analyse der Situation des Einzelhandelsunternehmens und der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Unternehmenstätigkeit (Standortbestimmung)
    • Eine Benennung des durch die COVID-19-Pandemie deutlich gewordenen Beratungsbedarfs (Potenzialanalyse)
    • Eine darauf aufbauende individuelle Handlungsempfehlung mit einer Anleitung zur Umsetzung in der betrieblichen Praxis (Handlungsempfehlungen)

  • Förderhöhe: Fördersatz max.100 %; Fördersumme max. 2.500 Euro (Honorar und Reisekosten des Beraters)

  • Beihilferechtliche Grundlage: De-minimis-Verordnung

Weitere Informationen werden demnächst auf der Website der NBank bereitgestellt (www.nbank.de).


Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen

Das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik über die NBank beantragen.

Förderprogramm „go-digital“ für die Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen

Für kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe bietet das BMWi im Rahmen des Förderprogramms »go-digital« finanzielle Unterstützung bei der kurzfristigen Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. Gefördert wird die unterstützende Beratung zur Umsetzung von Homeoffice-Lösungen durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Der Fördersatz beträgt max. 50 % auf einen max. Beratertagesatz von 1.100 Euro (Förderumfang: max. 30 Beratertage).


Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine

Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle Unterstützungsleistungen (Billigkeitsleistung). Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter: https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/ausschreibungen_programme_forderungen/corona-sonderprogramm-fur-gemeinnutzige-kultureinrichtungen-und-kulturvereine-188405.html


Sonderfonds für Kulturschaffende

Die VGH-Stiftung sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung haben jeweils einen Sonderfonds für ein Soforthilfeprogramm zur Unterstützung freiberuflich bzw. selbstständig tätiger Kulturschaffender in Niedersachsen und Bremen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aufgelegt.

Kurzarbeit - Informationen und Vorgehensweise

Die neuen Kurzarbeiterregelungen der Bundesregierung

Bundesregierung und Gesetzgeber haben Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen.

Folgende Erleichterungen gelten rückwirkend ab 1. März 2020:

  • Kurzarbeit kann anmeldet werden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Diese Schwelle lag zuvor bei 30 Prozent der Belegschaft.

  • Das Einbringen von Minusstunden zur Vermeidung von Kurzarbeitergeld ist nicht mehr erforderlich.

  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.

  • Die Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden werden voll erstattet. Vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 werden die Sozialversicherungsbeiträge zu 50 Prozent erstattet, wenn mit der Kurzarbeit bis 30. Juni 2021 begonnen wurde. 

Die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld wird für Betriebe, die mit der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 begonnen haben, auf bis zu 24 Monate verlängert, längstens bis zum 31. Dezember 2021.

Nähere Info unter: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/erleichtertes-kurzarbeitergeld.html

Beantragung von Kurzarbeit

Unternehmen zeigen Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit an. Auf der Webseite der Agentur für Arbeit finden Sie die nötigen Formulare und Informationen zur Beantragung.

Nähere Infos unter: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

Auch die Agentur für Arbeit Emden-Leer ist nur noch telefonisch und online erreichbar und hat aktuell eine zusätzliche Rufnummer eingerichtet.

Ergänzend zur Hotline 0800/4555520 (für Arbeitgeber) kann die Kontaktaufnahme auch unter der Nummer 0491/9270700 erfolgen.

Vorteile der Gewährung von Kurzarbeitergeld für Arbeitgeber

Der Arbeitgeber profitiert mittelbar, wenn die Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten, da er während der Kurzarbeit von den Lohnkosten entlastet wird. Bisher hatte jedoch der Arbeitgeber während der Kurzarbeit die Sozialversicherungsabgaben (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile) für die ausgefallene Arbeitszeit weiter zu tragen. Aktuell jedoch soll der Arbeitgeber wegen des Coronavirus zukünftig bei Kurzarbeit zu 100% von den Sozialversicherungsbeiträgen für das Kurzarbeitergeld entlastet werden. Die Kurzarbeit soll Unternehmer auch in die Lage versetzen, nach Ende des Arbeitsausfalls schnell und mit der vorhandenen Belegschaft die Arbeit wieder aufnehmen zu können.

Nähere Info unter: www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Finanzielle Leistungen bei Kurzarbeit für Arbeitnehmer

Die Höhe richtet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Grundsätzlich übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 % des ausgefallenen Nettolohns, bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 %.

Im Koalitionsausschuss wurden zudem am 23.04.2020 folgende Änderungen beschlossen: Das Kurzarbeitergeld wird für diejenigen, die Corona-Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht. Die Regelung wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist.

Zudem ist die Hinzuverdienstregelung befristet bis zum 31.Dezember 2021 gelockert.

Außerdem können Zeiten des Arbeitsausfalls für berufliche Weiterbildung unter erleichterten Bedingungen genutzt werden: die Sozialversicherungsbeiträge werden auch dann zur Hälfte Erstattet, wenn die Qualifizierung weniger als 50 Prozent der Zeit des Arbeitsausfalls beträgt.

Die Mitgliedschaft in Kranken‑, Pflege- und Rentenversicherung bleibt erhalten. Wird der Beschäftigte trotz Kurzarbeit später noch arbeitslos, bemisst sich sein Arbeitslosengeld nicht nach dem Kuurzarbeitergeld, sondern nach dem Gehalt, das ohne den Ausfall erzielt worden wäre.

Nähere Info unter: www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

Die Regelung wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist.

Ansprechpartner im Überblick

Landkreis Leer

Allgemeinverfügungen, Informationen über regionale Fallzahlen und dem Verhalten bei einer möglichen Erkrankung


Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg

Informationen zum Arbeitsausfall, Arbeitsschutz und zur Vorbereitung auf einen Krankheitsfall im Unternehmen

Tel.: 04921 / 8901 155


Handwerkskammer Aurich

Informationen zum Arbeits- und Arbeitsschutzrecht

Tel.: 04941 / 1797 0


NBank

Informationen zu Fördermitteln und Finanzhilfen des Landes

Tel.: 0511 / 30031 333 (auch samstags von 9-15 Uhr)


Bundesagentur für Arbeit

Informationen zu Kurzarbeitergeld

Tel.: 0800 / 45555 20


Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten des Landes, FAQs und Ansprechpartnern für spezifische Fragen

Tel.: 0511 / 120 5757


Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  

Information zu Hilfsprogrammen des Bundes, Kurzarbeit und Förderprogrammen

Tel.: 030 / 18615 1515


Bundesministerium für Finanzen

Informationen zu Hilfsprogrammen des Bundes, Fragen und Antworten


Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 

Informationen zur Auswirkungen auf die Land- und Ernährungswirtschaft

Tel.: 0511 / 120 2000


Robert Koch-Institut

Informationen über Fallzahlen, Diagnostik, Infektionsschutzmaßnahmen, Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-für-unsere-Kunden.jsp

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-corona-soforthilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=4

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/

Regional Einkaufen und Liefern lassen

www.marktplatz-lkleer.de

Rechtliches

Um die Bevölkerung vor der Verbreitung des Corona-Virus zu schützen, hat das Land Niedersachsen eine Verordnung erlassen.

Für Auslegungsfragen steht das Amt für Digitalisierung und Wirtschaft gerne zur Verfügung.