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Ehemalige Jüdische Schule Leer
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Bisherige Veranstaltungen

Bilder zu den bisherigen Veranstaltungen der EJS Leer finden Sie in der Bildergalerie.

2019

26. Mai bis 31. August: "Ein Leben in Schubladen gesteckt"

Ausstellung vom 26. Mai bis zum 31. August

Die Projektausstellung „Ein Leben in Schubladen gesteckt – Die Ausstellung in der Kommode“, die vom 26. Mai bis 31. August 2019 gezeigt wird, wurde im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) Kultur von Marieke Lenger konzipiert. Sie absolviert das FSJ im Stadtarchiv Leer und in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer.

Bei der Ausstellung, die auf Schubladen zweier Kommoden aufgeteilt ist, steht die Biografie von Henriette Zilversmit im Fokus. Aber auch Aspekte, wie das Leben ihrer Söhne während und nach dem Holocaust, werden thematisiert. Henriette Zilversmit, geboren am 15.02.1902 in Würm im Kreis Aachen, Sängerin am Neuen Theater in Leipzig, Mutter und Ehefrau, jüdische Leeranerin und Opfer des Holocausts.


23. Juni: Sommerfest 2019 in der EJS

Sonntag, den 23. Juni 2019
15-18 Uhr
Ehemalige Jüdische Schule Leer, Ubbo-Emmius-Straße 12


Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. feiern wir unser diesjähriges Sommerfest.

Auf dem Programm stehen:
Musik von „Klezmer & Co - Die Klezmerband aus Groningen“ und eine Mitmach-Kunstaktion mit Ingo Heintzen für Klein und Groß.

Für das leibliche Wohl und anregende Gespräche ist gesorgt. Das Café International Leer wird Falafel verkaufen.

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17. März bis 19. Mai: Modell der Synagoge zu besichtigen

Synagoge an der Heisfelder Straße, 1937
© CAHJP_Jerusalem 

In der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer ist vom 17. März bis 19. Mai  ein Modell der Synagoge der Heisfelder Straße zu besichtigen. Auf Initiative von Johann Janssen wurde dieses Modell nach den überlieferten Architektenzeichnungen durch die Holzwerkstatt der Lebenshilfe Leer gefertigt und von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Ostfriesland finanziert.

Es veranschaulicht die Dimensionen des Sakralbaus mit samt seiner Kuppel, dem Davidstern, den beiden Bundestafeln an der Außenfassade und dem Eingangsportal. Von 1885 bis zur Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 prägte diese Synagoge das Leeraner Stadtbild.

In der Dauerausstellung des Hauses wird des Weiteren eine Fotografie der Außenansicht der Synagoge von 1937 gezeigt und Fliesen, die der Mikwe - dem religiösen Tauchbad - zugeordnet werden können. Noch bis Ende April 2019 ist ein Interviewzusammenschnitt von Yechiel Hirschberg zu sehen, der schildert wie er die Pogromnacht in Leer erlebte.

5. April: »Von Leer nach Tel Aviv«

Öffentliche Führung in der EJS: „Von Leer nach Tel Aviv“
Freitag, der 5. April 2019, von 16 bis 17 Uhr

Bundestafel
© Udo Groenewold 

In der Ehemaligen Jüdischen Schule (EJS) Leer findet am Freitag, den 5. April von 16 bis 17 Uhr, eine öffentliche Führung statt. Unter dem Titel „Von Leer nach Tel Aviv“ wird die historische Beziehung zwischen beiden Städten thematisiert. Lange wurde davon ausgegangen, dass nach der Pogromnacht nichts von der Außenfassade der Leeraner Synagoge an der Heisfelder Straße überliefert ist. Einige Fotografien und derzeit ein Modell der Synagoge sind in der EJS zu sehen, die die Dimension des Sakralbaus verdeutlichen sollen.

Jedoch wurde Anfang der 80er Jahre eine der beiden Bundestafeln, die an der Außenfassade der Synagoge angebracht war, entdeckt. Was mit dieser Bundestafel passierte, warum diese nach Tel Aviv überführt wurde und wer daran maßgeblich beteiligt war, wird in der Führung von der wissenschaftlichen Leitung der EJS erläutert.


3. März: Mazl, gezunt un lebn - Jiddischworkshop

3. März 2019, 14 bis 18 Uhr

Dozentin: Dr. Diana Matut

Dieser Workshop richtet sich an alle Interessierten, die das hebräische Alphabet bereits gelernt haben. Wir wollen den Nachmittag nutzen, um die aktive Beherrschung der jiddischen Sprache voranzubringen - den Wortschatz zu erweitern, kleine Dialoge zu führen und kurze Texte zu lesen. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Familie, Beruf und Studium, Gesundheit und Herkunft. Zusätzlich werden wir Texte hören, die von MuttersprachlerInnen gelesen werden und mit Liedern das Gelernte vertiefen.

Kopien werden zur Verfügung gestellt. Bitte bringen Sie Schreibmaterialien mit.

10. Februar: Duo Burstein & Legnani


Am Sonntag, 10. Februar 2019, 11.30 Uhr sind Ariana Burstein (Cello) & Roberto Legnani (Gitarre) in Leer in der Ehemaligen Jüdischen Schule, Ubbo-Emmius-Straße 12, zu Gast.

Ariana Burstein und Roberto Legnani sind wieder gemeinsam auf Tournee. Das seit über zwei Dekaden beständig erfolgreiche Duo präsentiert in diesem Jahr ein neues Programm mit eigenen Arrangements für Cello und Gitarre: ein phänomenales Hörerlebnis, ein spannendes Konzert mit einer Vielfalt aus Klassik und Weltmusik sowie formvollendete Eigenkompositionen. Im harmonischen Dialog mit den Kulturen verschmelzen die verschiedenen Epochen und Genres und führen das Publikum in eine magische Welt der Klänge. Geboten wird Musik von ergreifender Schönheit, die Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, Freude, Leidenschaft und Melancholie verkörpert.

Weitere Infos unter www.wirmachenkultur.de

Eintrittskarten gibt es an der Konzertkasse ab 11 Uhr. Weitere Informationen und Ticketreservierung: www.tourneebuero-cunningham.com und Tel. 07852 - 93 30 34.

31. Januar: "Das Jahrhundert von Rosita"

Buchvorstellung „Das Jahrhundert von Rosita“ mit Autorin Corinna Tonner

Rosita – Geboren in einem der größten Slums von Europa, den Gängevierteln im Herzen von Hamburg, macht sich eine junge jüdische Frau daran, die Welt zu erobern. Fasziniert von den Konzerthäusern auf der nahegelegenen Reeperbahn, startet Rosita Warry eine Karriere als Operettensängerin. Sie singt und spielt an Theatern von Kiel bis Stuttgart, von Hamburg bis Küstrin und reist im Sommer 1914 mit einer Operettengesellschaft in die niederländische Kolonie Indonesien. Das Abenteuer in Asien beginnt. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus. Rosita kann nicht mehr nach Europa zurück und lernt in Indonesien ihre große Liebe kennen. Erst Jahre später kehrt sie in die Niederlande zurück. Sie ahnt nicht, dass schon bald ein neuer Weltkrieg ausbrechen wird und ihr als Jüdin ein tödliches Verhängnis droht.

Aus der Perspektive einer einfachen Frau, deren jüdische Großeltern aus Leer stammten, schildert die Autorin Corinna Tonner in einer mitreißenden, reich bebilderten Lebensgeschichte, wie sich in dieser Biografie das ganze Drama des 20. Jahrhunderts spiegelt.

Die Teilnahme an der Lesung in der Ehemaligen Jüdischen Schule in Leer ist kostenfrei.

2018

4. Dezember: Chanukka

Wir haben Chanukka gefeiert.

Die Ehemalige Jüdische Schule hat herzlich zur Chanukka-Feier am Dienstag, den 4. Dezember, um 17.30 Uhr eingeladen.


Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland, Schülerinnen und Schülern der Friesenschule Leer sowie Herrn Baruch Chauskin, Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, feierten wir das Lichterfest. Neben dem Lichterzünden haben Schülerinnen und Schüler die Veranstaltung mit Beiträgen mitgestaltet. Anschließend gab es traditionell Berliner zum Verzehr.

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25. Juli: Julius-Club in der Ehemaligen Jüdischen Schule

Kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten begann die systematische Verfolgung von Menschen, die anderen Glaubens oder anderer Meinung waren. Vor 85 Jahren wurden im Mai 1933 die Bücher „undeutscher“ Autoren verbrannt. Auch das Kinderbuch von Erich Kästner „Emil und die Detektive“ gehörte dazu.

Mithilfe des Buches „Friedrich, der große Detektiv“ von Philip Kerr wollten wir uns im Rahmen des Julius Clubs daran erinnern, damit so etwas nie wieder passiert.

Wir trafen uns in der Ehemaligen jüdischen Schule in Leer. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Leer, Bruno Schachner stellte uns das Buch vor und die Leiterin der Schule, Susanne Bracht,  erzählte, was jüdische Kinder damals in Ostfriesland damals gelernt und erlebt haben.

Bilder der Veranstaltung sind auf der Website vom Julius-Club zu sehen:
https://www.julius-club.de/jc/veranstaltungen

24. Juni: Sommerfest der Ehemaligen Jüdischen Schule

Am 24. Juni feierte die Ehemalige Jüdische Schule Leer gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. ein musikalisches Sommerfest.

Baruch Chauskin – Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück – sorgte mit seiner Musik für eine ausgelassene Stimmung unter den rund 130 Gästen. Geboren wurde Baruch Chauskin in Riga. Er wuchs im Elternhaus mit traditioneller und volkstümlicher jüdischer Musik auf. Seine brillante Baritonstimme gepaart mit viel Humor faszinierte seine Zuhörerschaft.

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Sonderausstellung "Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland"

Ein jüdisches Lebensmittelgeschäft in Berlin, eine Rabbinerfamilie mit ihrem Neugeborenen, Polizisten, die eine Synagoge in Frankfurt bewachen – Momentaufnahmen der Fotoausstellung „Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland“. 51 Aufnahmen der Fotografen Holger Biermann, Rafael Herlich und Benyamin Reich dokumentieren jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2015. Sie zeigen Kinder in einer Talmudschule, religiöse Juden am Neujahrsfest Rosch ha-Schana oder eine jüdische Hochzeit. Zu sehen sind aber auch antisemitische Schmierereien an einer Synagoge oder ein Plakat mit einem Judenstern, das ein Polizist entfernt. Die Ausstellung will anregen zur Auseinandersetzung mit der Frage: Wie selbstverständlich ist jüdisches Leben in Deutschland 70 Jahre nach dem Holocaust? Die Leih-Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wirft schlaglichtartig einen Blick auf die aktuelle Lebenswirklichkeit von Juden in Deutschland.

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7. April: "Ein Spaziergang durch das fast vergessene Leer"

Buchvorstellung

Samstag, 7. April um 15 Uhr

Von Schülerinnen und Schülern wurde am Teletta-Groß-Gymnasium (TGG) unter Leitung der Lehrerin Claudia Lax in Kooperation mit dem Archivpädagogischen Modell der Stadt Leer das Buch „Ein Spaziergang durch das fast vergessene Leer“ erarbeitet.
Es widmet sich den versteckten Relikten jüdischen Lebens der Stadt Leer. Wohn- und Geschäftshäuser, der jüdische Friedhof und die heutige Gedenkstätte Ehemalige Jüdische Schule verweisen auf die einstige große jüdische Gemeinde mit ihren Mitgliedern.

Aufgabe des Buches soll es sein, an die jüdischen Familien zu erinnern, die Opfer der Shoa wurden.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. ist Herausgeber der zweiten Auflage des Buches. Die Publikation ist nach der Buchvorstellung in der Ehemaligen Jüdischen Schule erhältlich.

Programm

21. Januar: Neujahrskonzert Burstein & Legnani

Die Künstler präsentieren mit ihrem neuen Konzertprogramm eine faszinierende Vielfalt mit Arrangements aus Klassik und Weltmusik: leidenschaftliche Melodien, pulsierende Tänze und Rhythmen verschiedener Kulturen sowie Eigenkompositionen. Alte Stilelemente erklingen in einem neuen kunstvollen Gewand: Musik aus dem maurischen Mittelalter, hinführend ins 21. Jahrhundert, mit fließenden Grenzen zwischen abendländischer, orientalischer und jüdischer Kultur.

 

2017

Ausstellung "Druckgraphiken jüdischer Künstlerinnen und Künstler des 19. / 20. Jahrhunderts"

Vom 8. September bis zum 30. November 2017 war in der Ehemaligen Jüdischen Schule des Landkreises Leer die Sonderausstellung „Druckgraphiken jüdischer Künstlerinnen und Künstler des 19. / 20. Jahrhunderts“ zu sehen. Eröffnet wurde die Ausstellung am 8. September durch den stellvertretenden Landrat Sascha Laaken.

Zur Ausstellungseröffnung sprach der Kunsthistoriker Dr. Christian Walda, Leiter der Gemäldesammlung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf, über das Jüdische im künstlerischen Zusammenhang.

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29. Mai - 2. Juni: 4. Jüdische Woche

29. Mai bis 2. Juni - 4. Jüdische Woche 

Vom 29. Mai bis 2. Juni findet in Leer und Umgebung die vierte Jüdische Woche statt.

In zahlreichen Veranstaltung werden unterschiedliche Themen jüdischer Geschichte und Kultur vorgestellt.

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Wanderausstellung "Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute"

8. Mai bis 13. August - Wanderausstellung
„Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“

Vom 8. Mai bis zum 13. August wird in der Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemalige Jüdische Schule Leer eine neue Wanderausstellung unter dem Titel „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ gezeigt.

Die Ausstellung wurde von der „Zeitbild Stiftung" konzipiert und bringt in 13 Personen- und fünf Geschichtstafeln heutiges jüdisches Leben in Deutschland nahe. Biographien von ganz unterschiedlichen Menschen – teils gebürtige Deutsche, teils Eingewanderte – zeigen, wie vielfältig das Leben und die Wahrnehmung der eigenen jüdischen Identität heutzutage sind.

Daneben geben die Geschichtstafeln einen Einblick in die fast 2000-jährige europäisch-jüdische Geschichte und legen dabei das Hauptaugenmerk auf innergesellschaftliche Beziehungen und gesellschaftliche Prägung durch Juden.

In Bild, Text und mit QR-Codes verlinkten Videos wird eine spannende, facettenreiche Ausstellung geboten.

Zu sehen während der regulären Öffnungszeiten; Führungen und Seminare werden nach Vereinbarung gern auch außerhalb dieser Zeiten angeboten.

6. - 30. April: 340 Jahre jüdische Geschichte in Leer

„…Kein abgelegener Ort im gantzen Flecken vorhanden ist…“ – 340 Jahre jüdische Geschichte in Leer / 6. bis 30. April 2017

Plakat EJSDie von der Stadt Leer konzipierte Ausstellung vermittelt einen Überblick über jüdisches Leben in Leer. Von den Anfängen jüdischen Lebens in Leer im 17. Jhd. bis zur Auslöschung jüdischen Leben im Jahr 1940 werden u.a. das erste Gebetshaus, die drei Leeraner Synagogen und die verschiedenen Schulstandorte thematisiert.

Mit der Zerstörung der Synagoge in der Heisfelder Straße am 9. November 1938 wurde die Auslöschung jüdischen Lebens in Leer deutlich, die zwei Jahre später in der Auflösung der „Jüdischen Kultusvereinigung Synagogengemeinde Leer“ gipfelte.

14. März: »Die Haggadah, die aus Ostfriesland kommt"

Buchpräsentation

Einladung Buchpräsentation

16. März: »Wir und Ihr - oder Wir?

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Ostfrieslande. V. hat am 16. März in die Ehemalige Jüdische Schule zum Vortrag „Wir und Ihr – oder Wir? Zusammenleben oder Abgrenzung. Zugänge aus der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung und der Soziologie“ eingeladen.

Dr. Juliane Irma Mihan, Wissenschaftliche Leiterin der Begegnungsstätte, hat den Vortrag gehalten.

15. Januar: Neujahrskonzert Burstein & Legnani

Die Künstler präsentieren mit ihrem neuen Konzertprogramm eine faszinierende Vielfalt mit Arrangements aus Klassik und Weltmusik: leidenschaftliche Melodien, pulsierende Tänze und Rhythmen verschiedener Kulturen sowie Eigenkompositionen. Alte Stilelemente erklingen in einem neuen kunstvollen Gewand: Musik aus dem maurischen Mittelalter, hinführend ins 21. Jahrhundert, mit fließenden Grenzen zwischen abendländischer, orientalischer und jüdischer Kultur.

Wanderausstellung: »Auf den Spuren jüdischen Lebens im Emsland«

Wanderausstellung: „Auf den Spuren jüdischen Lebens im Emsland“ - 8. Dezember bis 30. März 2017

Vom 8. Dezember bis 30. März 2017 war in der Ehemaligen Jüdischen Schule in Leer die Wanderausstellung „Auf den Spuren jüdischen Lebens im Emsland“ zu sehen.

Auf den Spuren jüdischen Lebens im EmslandIn vielen Orten des Emslandes stößt man auf Spuren vergangenen jüdischen Lebens: verwilderte Friedhöfe, meist am Ortsrand gelegen, halb verwitterte Grabsteine mit hebräischen Schriftzeichen und Symbole aus der jüdischen Religion. Im Projekt „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ begab sich die Emsländische Landschaft auf die Suche nach diesen Spuren und entdeckte Friedhöfe, Gedenktafeln, Mahnmale und Stolpersteine, die Geschichten über das jüdische Leben im Emsland erzählen. Darüber hinaus stieß sie auf Personen und Schicksale, die mit dem jüdischen Leben verbunden sind.

Die Ergebnisse dieser Spurensuche wurden in einer Broschüre und Wanderausstellung zusammengefasst. Sie informieren über die Geschichte der Juden im Emsland sowie über heutige Gedenkorte und sichtbare Spuren in den Gemeinden Freren, Lengerich, Haren, Lathen, Haselünne, Herzlake, Lingen, Meppen, Papenburg, Aschendorf, Sögel und Werlte. Zahlreiche Fotos der Meppener Fotogruppe „Objektiv“ dokumentieren die noch sichtbaren Spuren.

Das Projekt „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ trägt dazu bei, das reiche Erbe jüdischer Kultur und Religion ins Bewusstsein zu rücken und seine Bedeutung für die emsländische Geschichte hervorzuheben.

Pessach-Haggada und Esther-Megillah

Pessach-Haggada und Esther-Megillah

Interessierte haben seit Anfang November 2016 die Möglichkeit, in der Ehemaligen Jüdischen Schule zwei Exponate aus der Judaicasammlung des Hauses besichtigen. Es handelt sich um die Pessach-Haggada und die Esther-Megillah.

Die Pessach-Haggada erzählt die Geschichte der Befreiung und des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten. Die ausgestellte Haggada zeigt Nachbildungen illustrierter mittelalterlicher Handschriften aus der Sammlung der British Library in London. Die Kommentare von Rabbiner Michael Shire der ins Deutsche übersetzten Texte ermöglichen auch nichtjüdischen Leserinnen und Lesern einen tiefen Einblick in die für das Judentum so wichtige Erzählung.

Bei der Esther-Megillah handelt es sich um die Nachbildung einer in deutscher Sprache handgeschriebenen und illustrierten Megillah aus dem Jahr 1746 aus der Gottfried Wilhelm Leibnitz Bibliothek zu Hannover. Die Esther-Megillah erzählt die Geschichte der Königin Esther, die ihr Volk vor dem Untergang rettete.

Jeden Donnerstag werden die Pessach-Haggada und die Esther-Megillah umgeblättert bzw. weitergerollt und können so in Fortsetzung gelesen werden. Der Eintritt ist frei.


2016

17. Dezember: Puppentheater »Shlomos Chanukka-Wunderlampe«

Die Berliner Puppenspielerin Shlomit Tulgan hat in der Ehemaligen Jüdischen Schule eine Vorstellung mit ihren „bubales“-Puppen gegeben. Mit frechen Stoffpuppen, einer ungewöhnlichen Theaterbühne und coolen Songs führten die „bubales“ ihr Publikum durch die bunte Welt der jüdischen Feiertage, Traditionen und Witze.

Die „bubales“ zeigten in ihrer Chanukka-Show die Geschichte zum Lichterfest. Ausgerechnet zur Chanukka-Zeit merkt Familie Lotterstein, dass ihr rothaariger Shlomo mit seinem Schaf Mendel sprechen kann. Das verwundert nicht nur Shlomos Eltern, sondern auch seinen Rabbi und seinen Therapeuten. Von Wundern erzählt uns auch die Chanukka-Geschichte, die von Shlomo und Mendel während der Show erforscht wird. Zum Abschluss passiert auch bei den „bubales“ ein unerwartetes Wunder. Die schrille Shamash-Kerzen-Band sorgt mit ihren musikalischen Zwischenauftritten für festliche und heitere Stimmung.

 

Sonderausstellung: "Jüdisches Leben in Weener"

Jüdisches Leben in Weener: Fundstücke und Zeugnisse
22. Mai bis 30. September 2016

Vom 22. Mai bis 30. September hat die Ehemalige Jüdische Schule die Sonderausstellung „Jüdisches Leben in Weener: Fundstücke und Zeugnisse“ gezeigt.

Zur Sonderausstellung:

Die Sonderausstellung präsentierte in einem Mosaik Zeugnisse jüdischen Lebens in Weener aus dem Nachlass von Fritz Wessels, der gemeinsam mit dem Arbeitskreis "50. Jahrestag Synagogenbrand Weener" die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte vorangetrieben hat.

Neben Biografien wurde die Geschichte der Synagogengemeinde und der jüdischen Schule anhand von Alltags- und Sakralgegenständen nacherzählt. Als besonderer Ritualgegenstand wurde die Thorarolle der einstigen Synagogengemeinde Sögel als Leihgabe der Jüdischen Gemeinde Osnabrück präsentiert. Die Synagogengemeinden von Weener und Sögel gehörten gemeinsamen dem Emder Landrabbinatsbezirk an.


„Alle Baulichkeiten sind in gutem Zustand, die Synagoge [ist] im Innern würdig ausgeschmückt. Die Bruderschaft und die anderen Wohltätigkeitsvereine entfalten segensreiche Tätigkeit."
Ausschnitt aus dem Revisionsbericht des Landesrabbiners Dr. Jona Hermann Löb zur Synagogengemeinde Weener an den Regierungspräsidenten in Aurich aus dem Jahr 1909. (NLA Au Rep. 16/2 Nr. 1602)

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28. August: Präsentation der Lebenserinnerungen von Wilhelm Polak

Ein lebensgeschichtliches Interview mit Wilhelm Polak aus Papenburg wurde im Sommer 2015 durch die Ehemalige Jüdische Schule geführt. Eine gekürzte Fassung, basierend auf seinen 2003 veröffentlichen Lebenserinnerungen, ist neuer Teil der Dauerausstellung der Gedenk- und Begegnungsstätte. Ein Interview mit seiner Schwester Ilse Polak ist bereits in der Einrichtung zu sehen. Beide Geschwister besuchten für einige Zeit die jüdische Schule in Leer, nachdem die jüdische Schule in Papenburg in der Pogromnacht abgebrannt wurde.

2. - 14. August: Verehrt, Verfolgt, Vergessen

Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München

vom 2. bis 14. August 2016

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland e.V. zeigte in Kooperation mit der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer vom 2. bis 14. August 2016 die Wanderausstellung: „Verehrt, Verfolgt, Vergessen - Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“.

Die Wanderausstellung der FC Bayern Erlebniswelt ist in Kooperation mit der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau entstanden. Im Mittelpunkt stehen 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Neun dieser Biographien, darunter die der Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und Siegfried Herrmann, werden ausführlich dargestellt. Sichtbar wird dabei auch die Rolle, die der FC Bayern zu dieser Zeit eingenommen hat.

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24. Juni: Ferienprogramm Schalom und Meschugge

Schalom und Meschugge: Hier wird von rechts nach links geschrieben

In einer Führung am 24. Juni 2016 durch die Ehemalige Jüdische Schule haben die Kinder das hebräische Alphabet kennengelernt. Sie konnten ihren Vornamen auf einen Button schreiben und diesen dann verzieren. Anschließend suchten die Kinder bei einer Schnitzeljagd nach weiteren Buchstaben, die sich im Haus versteckten.

Für Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren.

20. Juni: Aus dem Leben einer jüdischen Gemeinde

Lernabend „Aus dem Leben einer jüdischen Gemeinde“

Zu einem Lernabend mit Vortrag zum Thema „Aus dem Leben einer jüdischen Gemeinde“ mit Klaus Teschemacher hatte die Ehemalige Jüdische Schule Leer in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland e.V. eingeladen.

Klaus Teschemacher – mit jüdischen Namen Mosche Ben Gideon – ist in Berlin geboren und überlebte den Nationalsozialismus mit seiner Mutter im Exil in Dänemark. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Australien, Frankreich, USA, England und Indien kehrte er 1964 wieder nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit seiner Frau Ute Teschemacher sel. A. gründete er 1995 die Jüdische Gemeinde in Emmendingen im Südwesten Baden-Württembergs.

Lernabend mit Klaus Teschemacher_20.6.

In seinem Vortrag berichtete er über seine Erfahrungen als Vorsitzender der Gemeinde sowie die Konflikte, die die neugegründete Gemeinde auf der Suche nach ihrer Identität bewältigen musste. Neben dem Vortrag bestand die Möglichkeit zum Austausch. Den Lernabend rundete ein kleiner Falafel-Snack ab.

 

6. April: Jüdische Quellen lesen

Frühjahrsworkshop des Arbeitskreises Geschichte der Juden der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, 6. April 2016 in Leer

Organisation: Susanne Bracht (Ehemalige Jüdische Schule Leer), Gero Conring (Berufsbildende Schulen II Emden), Rebekka Denz (Komm. Sprecherin des AK Geschichte der Juden, HiKo), Dr. Rolf Uphoff (Stadtarchiv Emden)

Bei der Rekonstruktion der Vergangenheit konzentriert sich die jüdische ebenso wie die allgemeine Geschichtswissenschaft häufig auf Texte als Hauptquelle. Tonquellen, wie Musik oder Interviews der Oral History, oder Objekte der Sachkultur, wie bauliche Spuren oder rituelle Gegenstände, werden selten in die Analyse einbezogen.

Der Frühjahrsworkshop widmet sich dieser Leerstelle und wollte zur Beschäftigung mitvielfältigen Quellensorten und zur gemeinsamen Reflexion über die Verfügbarkeit und „Nutzbarkeit” ebendieser für die Erforschung der jüdischen Geschichte in Niedersachsen und Bremen anregen.

Die Veranstaltung des AK Geschichte der Juden war als Arbeitsworkshop konzipiert, bei dem die Teilnehmer in Kleingruppen verschiedene textuelle, audiovisuelle Quellensorten und solche der Sachkultur am Beispiel von Aspekten der jüdischen Geschichte Ostfriesland diskutierten.

Mithilfe von regionalen Quellenbeispielen wurden Chancen und Möglichkeiten, Grenzen und Schwierigkeiten ebenso wie Freuden aufgezeigt, die bei der Arbeit mit den verschiedenen Quellengattungen entstehen.

Hilfsmittel – wie beispielsweise die einschlägige Literatur oder Internetseiten –, die bei der Beschäftigung mit der Quellensorte von Nutzen sind, wurden im Workshop vorgestellt.

Neben den Erläuterungen der Workshopleiter sollte gemeinsames Arbeiten und der Austausch der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen. Drei Workshops wurden angeboten.

Workshop 1: Jüdische Friedhöfe und Grabsteine lesen (Menna Hensmann, Stadtarchiv Leer, Rebekka Denz)

Bis heute können wir fast 20 jüdische Friedhöfe in Ostfriesland besuchen, zwei davon befinden sich in Leer. Auf der größeren der beiden Leeraner jüdischen Begräbnisstätten an der Groninger Straße sind knapp 250 Grabsteine erhalten. Im Workshop wurde der jüdische Friedhof als Quelle für Aspekte der Stadtgeschichte, der jüdischen Gemeinde, der jüdischen Begräbniskultur, der Kunstgeschichte und der Genealogie verdeutlicht. Wir lesen gemeinsam Grabinschriften und widmeten uns, auch unter Zuhilfenahme weiterer
Quellen, dem Lebensweg ausgewählter dort bestatteter jüdischer Frauen und Männer.

Workshop 2: Oral-History-Interviews lesen (Gero Conring)

Zeitzeugen als Interviewpartner sind nicht notwendig Experten für die historischen Zusammenhänge der von ihnen erlebten Zeit. „Bezeugen” können sie nur, was sie persönlich gesehen und gehört haben. Befragungen von Zeitzeugen erheben deswegen keinen Anspruch auf historische Korrektheit. Was können diese Aussagen aber dennoch leisten? Dieser Frage wurde in diesem Workshop nachgegangen. Eingeführt wurde in das Thema mit Beispielen aus der Arbeit im Fach Geschichte an der Berufsbildenden Schule II Emden. Schüler haben in den letzten Jahren betagte Emder Bürger zu den Ereignissen während der NS-Zeit befragt. Die Ergebnisse dieser Zeitzeugenbefragungen zum Thema „jüdische Mitbürger“ bzw. „Fremd-und Zwangsarbeiter“ sollten als Einführung zur Thematik dienen.

Workshop 3: Jüdische Textquellen lesen (Susanne Bracht, Dr. Rolf Uphoff)

In diesem Workshop wurden die Möglichkeiten und Grenzen für die Erforschung der jüdischen Geschichte der „klassischen” Quellengattung „Text” fokussiert. Mithilfe von einigen christlichen und (inner-)jüdischen Textquellen wurden ausgewählte Aspekte jüdischen Lebens in Ostfriesland gemeinsam diskutiert. Dabei wurde der Blick auf die Autorenschaft und das „Narrativ” der Quellen gerichtet. Beschrieben Christen jüdisches Leben anders als Juden? Beispielsweise wurden anhand von Zeitungsartikeln und einer
Festschrift verschiedene Perspektiven auf die Synagoge in Emden im 19. Jahrhundert durchleuchtet. Die Facette wurde durch die Beschäftigung mit den „Revisionsberichten über das Synagogenwesen im Regierungsbezirk Aurich durch den Landrabbiner” ab 1909 um eine sehr pragmatische Sicht auf das jüdische Gemeindeleben, den baulichen Zustand und die Nutzung der Synagogen in Ostfriesland erweitert.

8. März: Marisha

Marisha - Das Mädchen aus dem Fass
Autorenlesung

Es war kein Versteckspiel, aber ein verdammt gutes Versteck. Wo andere Kinder beim Spielen abenteuerlustig für ein paar Minuten hineinkriechen, muss Marisha eineinhalb Jahre ausharren. In einem dunklen Fass! Marisha ist Jüdin und darf nicht gefunden werden.

Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte der kleinen Marisha, die ohne Vater und Mutter ganz tapfer sein muss. Wie schafft man das? Und wer hat ihr dabei geholfen? 

In kindgerechter Sprache erzählt Gabriele Hannemann von der Flucht aus dem Ghetto, vom Hunger, von der Angst, vom Tod und vom Überleben Marishas bis hin zu ihrer Überfahrt auf der Exodus nach "Eretz Israel", dem Land Israel.

Mit dieser authentischen Geschichte ermöglicht Hannemann Kindern eine kindgerechte, emotional ansprechende und sensible Erstbegegnung mit der Shoah. Besonders geeignet für den Unterricht.

Im Anschluss: Vortrag über "Die Shoa im 21. Jahrhundert unterrichten"

Nach der Lesung referierte sie über das Thema "Die Shoa im 21. Jahrhundert unterrichten".

Gabriele Hannemann ist Lehrerin für Englisch, Deutsch und Religion. Seit 2004 unterrichtet sie im Rahmen des Bildungsprojekts Open Mind – Leben mit dem Gelben Stern (ein Unterrichtsangebot für Klasse 4 bis 13 in Schleswig-Holstein).

Sie ist Mitgründerin und 1. Vorsitzende von Yad Ruth e. V. in Hamburg zur Unterstützung von bedürftigen jüdischen Holocaustüberlebenden in Israel und Osteuropa, speziell im Baltikum und in Moldawien. 2013 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Sonderausstellung: Ihre Namen, Ihre Gesichter

Ihre Namen, ihre Gesichter
Sonderausstellung vom 01.11.2015 bis 28.02.2016

Gezeigt wurde vom 1. November bis 28. Februar die Sonderausstellung „Ihre Namen, ihre Gesichter“, die sich dem Gedenken an Jüdinnen und Juden aus den einstigen Synagogengemeinden Bunde, Jemgum, Leer, Weener sowie aus Warsingsfehn, Oldersum, Ihrhove, Westrhauderfehn und Rhaudermoor widmete.
















Im Mittelpunkt stand die kollektive Erinnerung an die jüdische Bevölkerung aus dem Landkreisgebiet. Historische Fotografien jüdisch-ostfriesischer Familien verwiesen auf die Vergangenheit in ihrer Vielfalt und Alltäglichkeit.

Die von Schülern des Teletta-Groß-Gymnasiums verlesenen Namen der ermordeten Menschen erinnerten an deren Schicksal. Unter dem Aspekt „Das Leben sehen und vom Tod hören“ bot die Ausstellung Anstoß und Plattform zum Gedenken.

17. Januar: Neujahrskonzert Duo Burstein & Legani

Als Duo feiern Ariana Burstein & Roberto Legnani 2016 ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass präsentieren sie das Beste aus zwei Dekaden: eine feine Auswahl aus ihrem wegweisend neu erschaffenen Repertoire für Cello und Gitarre.

Klassik und Weltmusik für Cello und Gitarre

Die Künstler zeigten mit ihrem neuen Konzertprogramm in der Ehemaligen Jüdischen Schule eine faszinierende Vielfalt aus Klassik und Weltmusik: leidenschaftliche Melodien, pulsierende Tänze und Rhythmen aus Spanien sowie keltisch geprägte Eigenkompositionen.

Alte Stilelemente erklangen in einem neuen kunstvollen Gewand: Musik aus dem maurischen Mittelalter, hinführend ins 21. Jahrhundert. Mit ihren fließenden Grenzen zwischen abendländischer, orientalischer und jüdischer Kultur ging die musikalische Reise auch in die präkolumbische Zeit nach Lateinamerika, dem Kontinent der beschwingten Rhythmen.

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2015

Ausstellung: 340 Jahre jüdische Geschichte

„…Kein abgelegener Ort im gantzen Flecken vorhanden ist…“ – 340 Jahre jüdische Geschichte in Leer
15. Oktober bis 31. Januar 2015

Die von der Stadt Leer konzipierte Ausstellung vermittelt einen Überblick über jüdisches Leben in Leer. Von den Anfängen jüdischen Lebens in Leer im 17. Jhd. bis zur Auslöschung jüdischen Leben im Jahr 1940 werden u.a. das erste Gebetshaus, die drei Leeraner Synagogen und die verschiedenen Schulstandorte thematisiert.

Mit der Zerstörung der Synagoge in der Heisfelder Straße am 9. November 1938 wurde die Auslöschung jüdischen Lebens in Leer deutlich, die zwei Jahre später in der Auflösung der „Jüdischen Kultusvereinigung Synagogengemeinde Leer“ gipfelte.

29. März: "Die schlaue Esther"

Die schlaue Esther

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer veranstaltete innerhalb der Themenreihe „Jüdische Feste“ am
29. März eine Autorenlesung mit Shlomit Tulgan und den Bubales-Theaterpuppen aus Berlin.

Anlass war das Purim-Fest, das im März gefeiert wird. Das gemeinsame Lesen der biblischen Esther-Rolle gehört dabei zu einer alten Tradition.

Die Autorin Shlomit Tulgan las mit wortgewandter Unterstützung von Theaterpuppen die biblische Geschichte vom jüdischen Waisenmädchen Esther auf sehr unkonventionelle Weise vor. Bunte Wandprojektionen mit Soundeffekten aus dem gleichnamigen Bilderbuch begleiteten die Lesung.

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26. April: Lesung zur jüdischen Kinderbibel und Torah-Workshop

Im Rahmen der Ausstellung „Vom hebräischen Alphabet zu den jüdischen Schriften“ hat die Ehemalige Jüdische Schule in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland am 26. April 2015 eine Lesung zur jüdischen Kinderbibel mit anschließendem Torah-Workshop veranstaltet.

Myriam Halberstam, Verlegerin des Ariella Verlags Berlin, präsentierte in einer Lesung die jüdische Kinderbibel „Erzähl es deinen Kindern“, die in den ersten beiden Bänden im Jahr 2014 erschienen ist. In einem anschließenden Workshop legte sie einen Torah-Abschnitt auf traditionelle jüdische Weise aus.

30. Mai - 7. Juni: Jüdische Woche

Im Rahmen der Jüdischen Woche der Stadt Leer fanden 4 Veranstaltungen in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer statt:

30. Mai
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Frank Crüsemann: „Der Gott der jüdischen Bibel und die Messianität Jesu”. Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland.

2. Juni
Hebräisch lernen mit Pastor Ingo Brookmann ! שלום לכולם

Pastor Ingo Brookmann führte in die Grundlagen der hebräischen Sprache ein. Einfache Sprech- und Schreibübungen sowie ein spielerischer Einstieg in die neue Sprache wurden vermittelt.

3. Juni
Workshop und Vortrag „Das Schreiben einer Thora-Rolle“mit Rabbiner und Thora-Schreiber Reuven Yaacobov.

Hochkonzentriert und handschriftlich wurde eine Thora-Rolle verfasst: Was es dabei zu beachten gibt, wurde von Rabbiner Yaacobov erklärt.

7. Juni
Film und Gespräch "Hauptsache kein Schwein - Koscher und halal leben im Rheinland." Ein Film des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte und des LVR-Kulturhauses Landsynagoge Rödingen.

Im Anschluss an den Film fand ein Gespräch mit der Filemacherin Monika Grübel, M.A., Judaistin, beim Landschaftsverband Rheinland, statt.

Ausstellung: "Vom hebräischen Alphabet bis zu den jüdischen Schriften"

22. März bis 31. Juli 2015

Die Beschäftigung mit der hebräischen Sprache und jüdischer Schriftkultur spannte den Bogen von der heutigen Gedenk- und Begegnungsstätte zur einstigen jüdischen Schule. Im Curriculum der Schule war Hebräisch verankert und wurde gelehrt und gelernt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen Graphiken von Judith Pins (1926-2012). Die Künstlerin ließ sich von Erzählungen mit chassidischem Hintergrund inspirieren. Mit den „Buchstaben des Lebens“ interpretiert sie das hebräische Alphabet. Sie verknüpft jeden Buchstaben mit verschiedenen Bedeutungen und zeigt dieses Zusammenspiel in ihren Graphiken.

Einblick in jüdische Schriften - dank einer Leihgabe von Georg Murra-Regner

Das hebräische Alphabet bildete den Ausgangspunkt für die Ausstellung, um einen Einblick in jüdische Schriften zu geben. Durch die Leihgabe von Georg Murra-Regner, Dornum, war es möglich, verschiedene Bibelübersetzungen, Talmudtraktate sowie einen jüdischen Hochzeitsvertrag aus Leer zu zeigen.

Dabei handelte es sich um Schriften, die mit Festtagen und dem Gottesdienst verbunden sind und ebenfalls Familiengeschichten erzählen. Die Welt der hebräischen Buchstaben und Schriften ist vielfältig und öffnet ein Tor. Das Schreiben der Buchstaben von rechts nach links konnte im ehemaligen Klassenzimmer ausprobiert werden.

Sonderausstellung "Das Ende der jüdischen Gemeinde in Leer"

Eine Sonderausstellung des Stadtarchivs Leer 16. Juli bis 31. Oktober 2015

In der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer wurde die Sonderausstellung „Das Ende der jüdischen Gemeinde in Leer“, die vom Stadtarchiv Leer unter der Leitung von Menna Hensmann konzipiert wurde, gezeigt.

Anfang Juli 1940 wurde die Synagogengemeinde in Leer aufgelöst und damit endete die Existenz jüdischen Lebens in Leer.

 

Synagoge an der Heisfelder Straße, 1937
© CAHJP_Jerusalem 

Jüdisches Leben hatte sich über 340 Jahre hin entwickelt. Die jüdische Gemeinde weihte 1885 die Synagoge in der Heisfelderstraße ein, 1910 wurde die jüdische Schule an der heutigen Ubbo-Emmius-Straße eröffnet.

In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Leeraner Synagoge an der Heisfelder Straße auf Geheiß des damaligen Bürgermeisters abgebrannt. Im Juli 1939 musste die jüdische Schule schließen.

Die Sonderausstellung zeichnet die lokalen Ereignisse von November 1938 bis Juli 1940 nach, die die Ausgrenzung, Verdrängung und Traumatisierung der letzten jüdischen Bevölkerung von Leer darstellen.

6. November: Das Tagebuch der Anne Frank

Theateraufführung: Das Tagebuch der Anne Frank

Das 11-köpfige Ensemble der freien Kunstschule Leer unter der Leitung von Judith Böke zeigt anlässlich des 70. Todestages von Anne Frank ein Szenario des Zusammenlebens im Hinterhaus auf Basis von Annes Tagebuch.

 Plakat Anne Frank Theaterwerkstatt

„Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube." (Tagebucheintrag vom 15.07.1944)

Mehr als zwei Jahre überlebte die jüdische Familie Frank während der Nazi-Herrschaft versteckt in einem Hinterhaus in Amsterdam, bevor sie kurz vor Kriegsende verraten und deportiert wurden. In ihrem Tagebuch aus den Jahren im Versteck beschreibt Anne Frank den Wunsch nach einem „normalen" Leben im Kampf ums Überleben.

Dieses Selbstzeugnis ist eines der wichtigsten Zeitdokumente.

Das Ensemble zeigte die Laster, das Leid und die Angst der 8 Bewohner des Hinterhauses, aber auch Freude, Hoffnung, Liebe und gewährte damit dem Zuschauer einen sensiblen Einblick in die Gefühle der Beteiligten.


 

2013 - 2014

12. September: Lesung mit Ilse Polak

Ilse Polak - Meine drei Leben
vorgestellt im Gespräch mit Anne Diekhoff

Ilse Polak und Anne DiekhoffMeine drei Leben - Eine Lesung mit Ilse Polak und der Journalistin Anne Diekhoff hat am 12. September in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer stattgefunden.

Ilse Polak wurde 1927 in Papenburg geboren. Fast auf den Tag genau 70 Jahre, nachdem sie mit ihrer Familie ins Ghetto von Riga deportiert worden war, entschloss sie sich, ihre Geschichte zu erzählen. Bisher kannten selbst ihre Freunde nur das glückliche Ende, das "Happy Ending in Amerika", wie sie es nennt.

Was sie im Ghetto und im Konzentrationslager ertragen musste und welche traurigen Seiten ihre Kindheit in Papenburg hatte, das hatte sie für sich behalten.

Anne Diekhoff, Journalistin bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, lernte Ilse Polak im Spätsommer 2009 kennen, als diese schon 60 Jahre in New York lebte. Anne Diekhoff hat aufgezeichnet, was Ilse Polak ihr in zahlreichen Gesprächen erzählt hat.

Das Buch ist im August 2013 im Fehn-Verlag J. Eissing erschienen. ISBN: 978-3980082051 

Ausstellung "Ostfriesland-Haggadah"

Ausstellung war bis zum 3. Oktober in Leer zu sehen

Mit Eröffnung der Ehemaligen Jüdischen Schule begann auch die Präsentation der Ostfriesland-Haggadah.

Die Ausstellung war ein Kunstereignis von Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin. Zwei Künstler aus Ostfriesland, die Kunstwerke, die die Haggadah illustrierten, erklärten und zeigten.

Die Erzählung des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten ins Gelobte Land ist eine oft erzählte und illustrierte Geschichte im Judentum. Das Fest, das im Judentum an diese Befreiung erinnert, ist das Pessach-Fest. Die Haggadah ist die schriftliche und bildliche Darlegung dieses Ereignisses. 

Ausstellung "Herbert Müller"

„Herbert Müller – Jüdische Friedhöfe – Stille Zeugen“
Dezember 2013 bis September 2014

Die Ausstellung „Herbert Müller – Jüdische Friedhöfe – Stille Zeugen“ lief von Anfang Dezember 2013 bis Ende September 2014 in der Ehemaligen Jüdischen Schule. Besucher konnten jüdische Friedhöfe in Ostfriesland in Verbindung mit Bildern von Friedhöfen am Rhein betrachten. Zu sehen waren auch neue Werke, die sich mit dem Ersten Weltkrieg befassen.
 

 

Ausstellung "Rosen und Blut - Der ,große Krieg'"

Rosen und Blut. Der ,große Krieg' (1914-1918) in Leer -
Jüdische Soldaten aus Leer an der Front '
7. September - 31. Dezember 2014

Viele Juden sahen es im Kaiserreich als ihre Pflicht an, sich mit Beginn des Kriegsausbruchs als patriotische Deutsche freiwillig an die Front zu melden.

Siegmund de Vries war einer der Leeraner jüdischen Soldaten. Er kehrte hoch dekoriert aus dem Ersten Weltkrieg zurück. 1927 empfing ihn Reichspräsident von Hindenburg in der Evenburg in Leer.

 

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer hat in der Ausstellung den Weg und die Thematik „Jüdische Soldaten aus Leer an der Front" nachgezeichnet.

Kontakt

Wissenschaftliche Leiterin Ehemalige Jüdische Schule
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer (Ostfriesland)
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Telefon: 0491 99920832
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Postanschrift

Landkreis Leer
Amt für Bildung und Kultur
Ehemalige Jüdische Schule
Bergmannstraße 37
26789 Leer

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen nach Vereinbarung möglich. 

Eintritt und Führungen sind kostenfrei.

"Jüdisches Leben im grenznahen Raum"

Ehemalige Jüdische Schule
Forschungsprojekt »Jüdisches Leben im grenznahen Raum«
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer (Ostfriesland)
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Telefon: 0491 99920834
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Das aktuelle Factsheet zum Projekt der Ehemaligen Jüdischen Schule «Jüdisches Leben im grenznahen Raum« gibt es hier zum Herunterladen als PDF:

Factsheet April 2019

Factsheet Mai 2018