Hilfsnavigation
Volltextsuche
Ehemalige Jüdische Schule Leer
Seiteninhalt

Ehemalige Jüdische Schule Leer
Forschen. Lernen. Begegnen. Gedenken.

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer (EJS) ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte in Trägerschaft des Landkreises Leer. Als letzter „steinerner Zeuge“ der Synagogengemeinde Leer widmet sie sich dem Gedenken an jüdische Bevölkerung aus dem Landkreis. Zu ihren Kernaufgaben gehören die Erforschung, Vermittlung und Präsentation jüdischer Lokalgeschichte sowie Veranstaltungen zu aktuellem jüdischen Leben in Deutschland. In der Einrichtung werden die Dauerausstellung zur Schule mit Interviewsequenzen ehemaliger Schüler, wie Ilse Polak, Albrecht Weinberg und Manfred Gans, sowie wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Führungen für Schulklassen und interessierte Gruppen sind auf Anfrage gern durchführbar.

FSJ-Projekt

Arndt Wessels absolviert seit September 2020 ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer und dem Stadtarchiv Leer. Teil seiner Arbeit war die Erstellung eines eigenständigen Projekts. Er hat einen Film unter dem Titel „Wie erlebte Karl Polak die Nachkriegszeit in Leer?“ erarbeitet, in der die Geschichte eines Holocaustüberlebenden erzählt wird, der in seine Geburtsstadt nach der Befreiung zurückkehrt. Ein Dank gilt der Niedersächsischen Sparkassen zur Förderung des Projekts.

Möchten Sie diesen Inhalt von https://www.youtube.com/ laden?

Aktuelle Veranstaltungen der Ehemaligen Jüdischen Schule

Ehemalige Jüdische Schule Leer nimmt an Sukkot XXL teil

Zum ersten Mal werden in Deutschland anlässlich des jüdischen Festes Sukkot rund 40 Laubhütten im öffentlichen Raum errichtet. Vom 20. bis 27. September laden Jüdische Gemeinden, Vereine, Bildungs- und Kulturinstitutionen in 13 Bundesländern dazu ein, in ihre Sukka einzutreten und mitzufeiern. Auch die Ehemalige Jüdische Schule Leer beteiligt sich an Sukkot XXL. Am 23. und 25. September 2021 werden in der Ubbo-Emmius-Straße 12 in Leer Veranstaltungen angeboten.

Neben der geschmückten Laubhütte gibt es Informationen und Materialien rund um das Laubhüttenfest. Kinder dürfen sich besonders auf das gestaltete Mal- und Mitmach-Buch "Komm, wir feiern Sukkot!" freuen.

Die Termine in der Übersicht:

  • Donnerstag, 23.09.2021 | 20 Uhr
    Gespräch und Lieder mit Baruch Chauskin, Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück
    Er berichtet, wie das Laubhüttenfest in der Jüdischen Gemeinde Osnabrück gefeiert wird.
    Eintritt frei, Anmeldung unter: ejs@lkleer.de

  • Samstag, 25.09.2021 | 10 Uhr
    Jüdisches Puppentheater Bubales: "Die Koscher–Maschine"
    ab 5 Jahre bis 120 Jahre
    Mit lustigen Songs und bunten Tieren erklären die Bubales die jüdischen Speiseregeln.
    Eintritt frei, Anmeldung unter: ejs@lkleer.de


Die Aktion Sukkot XXL ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein "321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V." organisiert und koordiniert.

Warum Sukkot?

In der Bibel wird berichtet, dass das Volk Israel 40 Jahre lang durch die Wüste wanderte. Unter Führung von Moses zog es von Ägypten aus in das Gelobte Land. Während dieser Zeit hatten die Israeliten keine festen Häuser. Sie bauten Zelte auf (vgl. 3. Mose 23, 42-43). Um an diese Zeit zu erinnern, errichten Jüdinnen und Juden zum Sukkot-Fest Laubhütten, in denen sie essen und miteinander feiern. Wichtig ist, dass man durch das Dach die Sterne sehen kann, um Gott nahe zu sein. Die einfachen Hütten werden oft aus Holz oder Strohmatten gebaut und sind festlich geschmückt. Sukkot ist auch ein Fest, an dem man Gott für die Ernte dankt.

Warum #2021JLID?

Hintergrund des Festjahres ist, dass der römische Kaiser Konstantin am 11. Dezember 321 ein Edikt erließ. Dieses Gesetz besagte, dass Juden städtische Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften und sollten. Das Edikt Konstantins, das in einer Abschrift in der Bibliothek des Vatikans aufbewahrt und ab September im Kölner Kolumba-Museum gezeigt werden wird, ist somit das früheste schriftliche Zeugnis über jüdisches Leben in Mittel- und Nordeuropa. Es belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden also nachweislich seit mindestens 1700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands.


Filmvorführungen und Ausstellung

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer zeigt in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. den Dokumentarfilm „Rosa – eine unsichtbare Frau“, der von Werkstattfilm e.V. um den Filmemacher Farschid Ali Zahedi aus Oldenburg erarbeitet wurde. Zum Film wird in der Ehemaligen Jüdische Schule Leer die gleichnamige Ausstellung in den Räumen der Gedenk- und Begegnungsstätte zu sehen sein. Zusätzlich wird der Film an weiteren Orten im Landkreis gezeigt.


Der Film und die Ausstellung stellen die Frage: Wer war Rosa Lazarus? Die außergewöhnliche Geschichte der in Stapelmoor geborenen und anschließend in Oldenburg lebenden Jüdin Rosa Lazarus ist keine Heldengeschichte, sondern handelt vom Leben und Überleben einer ganz gewöhnlichen Frau. Rosa Lazarus floh vor den Nationalsozialisten in die Niederlande und wurde vom Groninger Theologen Binne Roorda gemeinsam mit sieben anderen Jüdinnen und Juden mehrere Jahre in dessen Haus versteckt. Zahedi dazu: „Anhand von Rosas Lebenswegs wird ein bisher in der lokalen Geschichtsschreibung des Raums Oldenburg – Ostfriesland – Groningen vernachlässigtes Kapitel beleuchtet und neue Perspektiven für grenzübergreifende und gleichzeitig lokal verwurzelte Erinnerungskultur eröffnet.“


Freitag, 10.09.21, 19 Uhr
EJS, Ubbo-Emmius-Straße 12, 26789 Leer
Film und Gespräch mit Farschid Ali Zahedi
Veranstalter: Ehemalige Jüdische Schule Leer und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland
Voranmeldung wegen begrenzter Platz: ejs@lkleer.de,
Eintritt: kostenfrei

»Materialkoffer Judentum« für den Schulunterricht

Lehrende haben künftig die Möglichkeit, einen Materialkoffer zum Thema Judentum bei der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer für den Einsatz im Schulunterricht auszuleihen.

Mit Hilfe von Ritualobjekten wie Gebetsriemen und Chanukka-Leuchter, den dazugehörigen Erklärungen sowie ausgewählter Literatur soll den Schülern jüdische Kultur und Religion vermittelt werden.

Für Reservierungsanfragen bitte per Mail an die EJS wenden: ejs@lkleer.de

»Gedruckter Rundgang durch die EJS«
Ein Projekt von Schüler*innen des Teletta-Groß-Gymnasiums Leer

Schüler*innen des Teletta-Groß-Gymnasiums Leer haben innerhalb ihres Seminarfachs unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Claudia Lax eine Broschüre erstellt, die einen Museumsrundgang durch die einzelnen Räume der Ehemaligen Jüdischen Schule (EJS) in Leer bietet. Das kleine Buch erzählt von der Geschichte des Gebäudes und den Menschen, die dort einst gelernt, gelehrt und gelebt haben. Erwähnung finden ebenfalls Themen zum Denkmalschutz und zur EJS als Kulturdenkmal. Die Arbeit ist im Rahmen des „denkmal aktiv“ Projektes „Die Ehemalige Jüdische Schule als lebendiger Lernort“ von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert worden. Sie ist das Resultat einer einjährigen Auseinandersetzung der Kursteilnehmenden mit jüdischer Regionalgeschichte und deren baulicher Präsenz in der Stadt Leer sowie der heutigen Nutzung der Überreste. Das Projekt wurde fachlich von der EJS, dem Stadtarchiv Leer, der Stadtbibliothek Leer sowie dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege unterstützt. Auf breiter Basis haben Schüler*innen zu geschichtlichen und baulichen Themen recherchiert, Exkursionen z.B. zur Groninger Synagoge und der Gedenkstätte Esterwegen unternommen, ihr Fachwissen erweitert und schließlich ihre Ergebnisse dokumentiert.

Der gedruckte Rundgang lädt dazu ein, die Ehemalige Jüdische Schule Leer eigenständig zu erkunden und hält viele interessante Themen und Details bereit. Gäste erhalten einen großen Einblick in die Geschichte des Hauses und Hinweise zu baulichen Besonderheiten. Die Broschüre ist ab sofort kostenfrei zu den Öffnungszeiten donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer, Ubbo-Emmius-Straße 12, 26789 Leer erhältlich.

Anmerkung: Das Gruppenbild wurde vor der Corona-Pandemie aufgenommen.

Forschen

In der Stadt Leer verortet, aber mit dem Weitblick auf das Kreisgebiet, wird in der Ehemaligen Jüdischen Schule zu Themen jüdischer Geschichte geforscht. Zu Forschungs- und Vermittlungszwecken führt und sammelt die EJS Zeitzeugeninterviews mit regionalem Bezug. Als assoziierte Sammlungsstelle des Visual History Archives der University of Southern Carolina stellt sie Zeitzeugeninterviews zur Verfügung: Visual History Archive, PDF

Projekt “Jüdisches Leben im grenznahen Raum“

Lernen

Als außerschulischer Lernort bietet die Ehemalige Jüdische Schule die Möglichkeit, die Geschichte des Hauses als Teil der Stadtgeschichte zu entdecken und Schülerbiografien kennen zu lernen. Führungen für Schulklassen können, je nach Alters- und Wissensstand, verschiedene Themenschwerpunkte haben:

*Schwerpunkt: jüdische Kultur, Religion und Festtage

*Schwerpunkt: Zeitzeugeninterviews

Derzeit bietet die EJS ein besonderes Seminar mit Exkursion in die Groninger Synagoge an: Seminar & Exkursion, PDF

Begegnen

Als Begegnungsstätte und Plattform soll die EJS dem generationsübergreifenden Austausch dienen. Ziel ist dabei die Verständigung und der Abbau von Stereotypen.

Gedenken

Gedenken und Erinnerung an jüdische Bevölkerung aus dem Landkreis bilden einen wichtigen Schwerpunkt der Einrichtung. Im Rahmen von Sonderausstellungen wird das Thema aufgegriffen.

Barrierefreiheit

Die Ehemalige Jüdische Schule ist barrierefrei zugänglich. Ein Fahrstuhl im Altbau ermöglicht den Gästen barrierefreien Zugang in das Obergeschoss.

Kontakt

Leiterin Ehemalige Jüdische Schule
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer (Ostfriesland)
Karte anzeigen

Telefon: 0491 99920832
E-Mail senden

Postanschrift

Landkreis Leer
Amt für Schule, Bildung und Kultur
Ehemalige Jüdische Schule
Bergmannstraße 37
26789 Leer

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen nach Vereinbarung möglich. 

Eintritt und Führungen sind kostenfrei.

"Jüdisches Leben im grenznahen Raum"

Ehemalige Jüdische Schule
Forschungsprojekt »Jüdisches Leben im grenznahen Raum«
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer (Ostfriesland)
Adresse über Google Maps »

Telefon: 0491 99920834
E-Mail senden
Ins Adressbuch übernehmen

Das aktuelle Factsheet zum Projekt der Ehemaligen Jüdischen Schule «Jüdisches Leben im grenznahen Raum« gibt es hier zum Herunterladen als PDF:

Factsheet März 2021

Factsheet April 2020

Factsheet April 2019

Factsheet Mai 2018