Mobilfunk
Der Mobilfunk hat sich zu einem grundlegenden Faktor in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen der Gesellschaft entwickelt. Ein Leben und Arbeiten ohne einen verlässlichen Mobilfunk ist für die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vorstellbar.
Bundesweite Mobilfunk-Messwoche 2025 erfolgreich abgeschlossen – Niedersachsen zieht positive Bilanz
Vom 26. Mai bis 1. Juni 2025 fand erstmals die bundesweite Mobilfunk-Messwoche statt – eine gemeinsame Aktion des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft, der Bundesnetzagentur sowie der Länder und Kommunen.
Mithilfe der Funkloch-App der Bundesnetzagentur konnten Bürgerinnen und Bürger reale Netzabdeckungen messen und so Funklöcher identifizieren. Ziel war es, ein realitätsnahes Bild der Mobilfunkversorgung zu schaffen – direkt aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer.
Enorme Beteiligung und Millionen Messpunkte
Die Beteiligung war beeindruckend: Deutschlandweit machten tausende Menschen mit und führten unzählige Messungen durch – besonders auch in bisher schlecht erfassten Regionen. Insgesamt wurden rund 17,5 Millionen Messpunkte erfasst. Niedersachsen schneidet im Bundesvergleich gut ab.
Landkreis Leer im Niedersachsenvergleich gut aufgestellt
- 36,1% sind mit 5G-Netz versorgt.
- Ganze 62,6% der Messpunkte wiesen eine 4G-Versorgung auf
- Nur 0,9% zeigten ausschließlich 2G
- Lediglich 0,4% der Messungen blieben komplett ohne Empfang.
Projekt "Messung der Mobilfunknetzabdeckung"
Für eine verlässliche Datengrundlage zur tatsächlichen Mobilfunknetzversorgung der einzelnen Anbieter hat der Landkreis Leer mit Unterstützung der Firma STF ITech, des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Leer und der Entsorgungsfirma Bohmann eine Datenerhebung durchgeführt.
Seit dem 1. Oktober 2022 begleiteten zwei Messboxen von STF ITech ein Jahr lang die Müllfahrzeuge bei der Papiermüllabfuhr und haben vollautomatisiert die Netzqualität durch integrierte SIM-Karten der Provider gemessen.
Über diesen Messzeitraum von zwölf Monaten konnten unterschiedliche Netzstärken bedingt durch Vegetationszyklus, Verkehrssituationen, Netzauslastung und zeitweise Störungen aussagekräftig abgedeckt werden. So ist man gegenüber den Mobilfunknetzanbietern sprachfähig und kann so die Weiterentwicklung einer guten Versorgungslage positiv vorantreiben.
Nach der einjährigen Laufzeit und über 10.000 km „Messfahrten“, die nicht extra, sondern durch ohnehin notwendige Strecken der Müllwagentouren zurückgelegt wurden, konnten nahezu 680.000 Messwerte über die jeweiligen Netzbetreiber und die erfassten Technologien generiert werden. Durch eine Verschneidung der ermittelten Werte mit den Ergebnissen einer Abfrage bei den Netzbetreibern aus November 2023 konnten zusätzlich zu den erfassten Daten auch die Bereiche identifiziert werden, in denen nach derzeitigem Stand für die kommenden drei Jahre keine weiteren Ausbauten geplant sind, um die Netzqualität zu verbessern.