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Gesundheit & Verbraucher
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Warenrückrufe im Landkreis Leer

Waren-Rückruf Eckhoff

Waren-Rückruf_Eckhoff_2

Meldung vom 23. November 2019



Warenrückruf Lay

Meldung vom 16. November 2019



Pressemitteilung der Kreisverwaltung: Listerien-Fall im Landkreis Leer vom 17.11.2019

Listerien-Fall im Landkreis Leer: Mögliche Gesundheitsgefahr /
Fleischerei in Veenhusen hat Betrieb bis auf Weiteres vorsorglich eingestellt

Im Landkreis Leer gibt es einen Listerien-Fall. Weil davon möglicherweise eine Gefahr für die Gesundheit ausgeht, hat die Fleischerei Lay in Moormerland-Veenhusen am Sonnabend einen Warnhinweis veröffentlicht  und eine Rückruf-Aktion gestartet.

Auch der Landkreis Leer warnt: Kunden, die Fleisch- und Wurstwaren bei der Fleischerei Lay gekauft haben, sollten diese auf keinen Fall verzehren. Stattdessen sollten die Produkte entsorgt werden. Als Alternative hat die Firma Lay angeboten, Ware gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzunehmen und zu entsorgen. Die Produkte können in der Hauptstelle der Fleischerei abgegeben werden.

Fleischereibetriebe sind laut einer EU-Vorschrift verpflichtet, ihre Ware durch Eigenkontrollen auf Listerien zu untersuchen. Bei einer solchen Untersuchung hat die Firma Lay einen Befall festgestellt und darüber den Landkreis Leer informiert, der zuständig für die Lebensmittelkontrolle ist.

Es wurden Vorkehrungen getroffen, um die Verbraucher zu schützen: Die Fleischerei hat vorsorglich von sich aus ihre Hauptstelle in Veenhusen und ihre Filiale in Leer-Loga bis auf Weiteres geschlossen, den Verkauf eingestellt und alle in den Geschäften noch befindlichen Waren entsorgt. Die Betriebsräume sind inzwischen mehrfach und intensiv gereinigt und desinfiziert worden. Zudem hat die Firma selber über Presse und Rundfunk sowie in Internet-Medien wie Facebook einen Warnhinweis veröffentlicht.

In der nächsten Woche will das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelkontrolle des Landkreises Leer den Betrieb untersuchen. Waren verkaufen dürfte die Fleischerei erst dann wieder, wenn Produkte beprobt und frei von Listerien sind.


Zur Einordnung des Falles:

Bei der Fleischerei Lay handelt es sich um einen Familienbetrieb. Der Betrieb hat seine Hauptstelle in Moormerland-Veenhusen und betreibt noch eine Filiale in der Stadt Leer, Ortsteil Loga, außerdem gehört zur Firma noch ein Partyservice. Die Fleischerei beliefert keine Gemeinschaftseinrichtungen, sie verkauft ihre Produkte in der lokalen Umgebung.

Rohmilch sollte vor Verzehr abgekocht werden
Landkreis Leer: Zwei Krankheitsfälle möglicherweise durch nicht abgekochte Rohmilch / 19.´November 2019

Möglicherweise durch den Verzehr von Rohmilch auf einem Bauernhof im Landkreis Leer sind zwei Kinder erkrankt. Ermittlungen lassen vermuten, dass die Erkrankungen eines Jungen an einer EHEC- und EPEC-Infektion sowie eines weiteren Kindes an einer Campylobacter-Infektion in Zusammenhang mit einem gemeinsamen Urlaubsaufenthalt der Familien auf dem Bauernhof stehen könnten. Die Behörden haben dem Betrieb die Abgabe von Rohmilch an den Endverbraucher untersagt und lassen entsprechende Milchproben analysieren. Von einer Gesundheitsgefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher ist derzeit nicht auszugehen.

Der Landkreis Leer und das Verbraucherschutzministerium des Landes Niedersachsen weisen aus Anlass der Erkrankungen gemeinsam noch einmal darauf hin, dass in Rohmilch Krankheitserreger vorkommen können und sie daher vor dem Verzehr immer abgekocht werden sollte. Nur so können möglicherweise vorhandene Erreger abgetötet werden. Landwirtschaftliche Betriebe, die eigene Rohmilch ab Hof abgeben, müssen dies bei der zuständigen Behörde (Veterinäramt) vorher anzeigen und einen Abkochhinweis an ihren Milchtankstellen oder Abgabestellen gut sicht- und lesbar anbringen, Wortlaut: „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen.“ Die Rohmilch darf dabei nicht älter sein als zwei Tage.

Der aktuelle Fall war dem Landkreis Leer am 14. November gemeldet worden. Noch am selben Tag wurde dem landwirtschaftlichen Betrieb die Abgabe von Rohmilch an Endverbraucher untersagt. Außer an Urlaubsgäste war nach Aussage des Landwirts in der letzten Zeit keine Rohmilch an Endverbraucher abgegeben worden, auch nicht an Nachbarn.
Hintergrund: Bei den bei einem Kind gefundenen Keimen EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) und EPEC (Enteropathogene Escherichia coli) handelt es sich jeweils um eine seltene, krank machende Form des Darmbakteriums Escherichia coli. In aller Regel verlaufen Infektionen symptomarm mit Durchfall, Bauchschmerzen und Übelkeit. In seltenen Fällen, insbesondere bei immungeschwächten Personen und Kleinkindern, kann die Erkrankung mit EHEC allerdings einen schweren bis hin zu einem lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.

EHEC- und EPEC-Bakterien kommen natürlicherweise in den Därmen von Nutztieren wie Rindern, Schafen und Ziegen vor. Das Bakterium kann somit beim Verzehr von Rohmilch und Rohmilchkäse oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren bei unzureichender Handhygiene übertragen werden, aber auch die Infektion über rohes Fleisch oder Rohkost sind möglich.
Auch beim dem Erreger Campylobacter handelt es sich um klassische Zoonosenerreger, also um eine wechselseitig von Tier zu Mensch übertragbare Krankheit. Derzeit ist Campylobacter die häufigste Ursache für mit Lebensmitteln in Verbindung gebrachten Durchfallerkrankungen. Treten Krankheitszeichen auf, äußern sich diese meiste als akute Durchfallerkrankung, die mit Bauchschmerzen, Müdigkeit und Fieber einhergehen kann.

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