Polder-Brücke: Brückenarbeiten verzögern sich nochmals
Weitere Schäden an Unterseite der Polder-Brücke in Leer-Nettelburg entdeckt
Die Fertigstellung der Brücke über dem Polderkanal in Leer-Nettelburg wird sich erneut verzögern. Unterhalb der Brücke im Zuge der Kreisstraße 22 (Spriekenborger Straße) sind weitere Schäden entdeckt worden, die zuvor nicht zu erkennen waren, und nun zusätzlich zu den anderen Arbeiten noch ausgebessert werden müssen. Dabei handelt es sich um Schäden am Beton, die durch Korrosion verursacht worden sind.
Die Schäden sind zahlreich und es handelt sich um große Schadstellen. Dies wird nach derzeitigem Stand dazu führen, dass sich die Ende April begonnene Sanierung nochmals nach hinten verschiebt. Der Landkreis Leer kann derzeit nicht mit Gewissheit sagen, wie viel an zusätzlicher Zeit die Beseitigung dieser Schäden kosten wird. „Wir werden aber zusammen mit der Baufirma alles Mögliche tun, um die Arbeiten schnellstmöglich abschließen zu können“, sagt Baudezernent Jörn Reich.
Der Landkreis steht mit den Einwohnern der besonders betroffenen Ortschaft Esklum sowie mit dem an der Brücke liegenden Hotelbetrieb in Kontakt. „Uns ist bewusst, dass es für alle eine schwierige Situation ist, die mit vielen Zumutungen im Alltag verbunden ist“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Leider sei es so, dass bei der Sanierung von Brücken öfter erst während der Bauarbeiten Schäden sichtbar würden, die vorher nicht zu erkennen seien.
An diesem Montag (12.10.2026) ist der erste Abschnitt im Bereich der Brückenfahrbahn betoniert worden. Um eine ausreichende Aushärtung des Betons zu gewährleisten, werden die Arbeiten in der laufenden Woche unterbrochen. Die Fortsetzung der Bauarbeiten ist für den 19. Oktober 2026 vorgesehen.
Die Sanierung der Brücke hat Ende April begonnen. Das ursprüngliche Ziel, die Arbeiten bis Mitte September abzuschließen, konnte nicht erreicht werden. Denn nachdem der alte Asphalt abgefräst war, zeigte sich, dass die vorhandene Betondeckung weder den aktuellen Anforderungen noch den vorliegenden Plänen entsprach. Dieser Umstand machte eine Umplanung erforderlich, die bereits zu einer ersten mehrwöchigen Verzögerung bis etwa Mitte Oktober geführt hätte. Die zusätzlichen Schäden an der Unterseite führen nun dazu, dass auch dieser Termin nicht mehr eingehalten werden kann.