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Hochwasser: Die Lage im Landkreis Leer

Stand 26.12.2023 14:07 Uhr (Abschlussmeldung der Kreisfeuerwehr)

Einsatzende in Langholt - Deichsicherung war erfolgreich

Der Einsatz zur Sicherung der Deiche in Langholt war erfolgreich. Die Deiche haben gehalten und sind aktuell stabil. Die Feuerwehren haben in diesem Bereich jetzt ihren Einsatz beendet. Ein paar wenige Kräfte bleiben vor Ort um die Pegelstände während der aktuellen Tiden zu überwachen. In Langholt ist es zwar in einigen Bereiche zu überfluteten Straßen gekommen, jedoch konnten dank des massiven Einsatzes größere Schäden und Evakuierungen abgewendet werden. Die Behörden erwarten, dass bei den beiden nächsten Ebben die Pegelstände deutlich nach unten gehen. Damit sind jetzt beide Großeinsätze zur Deichsicherung im Landkreis Leer mit mehr als 700 Einsatzkräften beendet. 

Stand 26.12.2023 10:54 Uhr (Lagemeldung der Kreisfeuerwehr)

Einsatz in Hollen:
Die Sicherungsmaßnahmen am Deich in Hollen haben gewirkt. Der Deich ist in der Nacht stabil geblieben. Auch bei aktuellen Begutachtungen am Vormittag zeigt sich der Deich bei Hollen stabil. Die Beobachtungen des Deichs laufen hier aber auch noch weiter, sodass bei erneuter Gefahr sofort reagiert werden kann.

Hochwasser an Weihnachten: Sie sind weiter im Einsatz, um unsere Deiche zu sichern.
Herzlichen Dank an die Feuerwehr, das THW und die vielen anderen Ehrenamtlichen, die in diesen Stunden helfen.

Stand 26.12.2023 07:51 Uhr (Lagemeldung der Kreisfeuerwehr) 

Einsatzstelle in Langholt: Die Sicherungsmaßnahmen am Deich haben in der Nacht gewirkt und waren erfolgreich. Der Deich war stabil geblieben. In der zweiten Nachthälfte war der Kräfteansatz auf ein minimum zurückgefahren worden, sodass lediglich Kontrollgänge und Fahrten stattgefunden haben. Die Pegelstände sind in der Nacht um etwa 30cm gefallen. Aktuell werden erneut die Feuerwehren aus den Gemeinden Ostrhauderfehn, Rhauderfehn und Westoverledingen alarmiert. Die Deichkontrollen werden verstärkt und an den ein oder anderen Stellen erfolgen Ausbesserungs- und Erweiterungsmaßnahmen der verbauten Sandsäcke. Ebenfalls wieder im Einsatz ist die Wasserrettung der Kreisfeuerwehr. Hier werden Kontrollen auch von der Wasserseite aus durchgeführt.

Am frühen Morgen wurde das Füllen von Sandsäcke, welches durch Einsatzkräfte im Bereich Soltborg erfolgte, eingestellt. Mit insgesamt 17 Paletten wurden zunächst genug Sandsäcke fertiggestellt, von denen einige noch auf Abruf stehen. Vom NLBK wurden insgesamt 40.000 noch leere Sandsäcke geliefert, die im Bedarfsfall gefüllt werden können. Da die Sicherung der Ortschaften erfolgreich war, mussten keine Evakuierungen durchgeführt werden.


Stand 26.12.2023 01:45 Uhr (Lagemeldung der Kreisfeuerwehr Leer)

Einsatzstelle in Hollen: Deichsicherung ist vorerst abgeschlossen Meldung von 01:48 Uhr An der Einsatzstelle in Hollen werden gerade alle Kräfte zurückgefahren. Die Deichsicherung ist vorerst abgeschlossen und die Lage weitestgehend unter Kontrolle. Einheiten des THW bleiben zur Deichbeobachtung vor Ort und werden die Lage vor Ort immer wieder neu bewerten. Der Deich konnte an den wichtigsten Stellen gesichert werden. Jedoch war es nicht gänzlich möglich alle Leckstellen vollständig zu schließen.

Die kommenden Stunden werden zeigen, ob der Deich hält. Die Einsatzleitung stellt zudem fest, dass ein weiteres Betreten des aufgeweichten Deiches ein zu großes Risiko für die Einsatzkräfte darstellt. Zeitweise standen bis zu 600 Helfer auf dem Deich. Sollte es dennoch zu einem Bruch kommen, stehen weitere 3000 Sandsäcke bereit um die Höfe und betroffenen Gebäude direkt zu sichern.

Spätestens bei Tagesanbruch wird der Deich noch einmal vollständig untersucht und begutachtet. Die Einsatzleitung bedankt sich auch bei den zahlreichen zivilen Helfern, die tatkräftig beim Transport und dem Verbauen der Sandsäcke unterstützt haben.

Stand 26.12.2023 01:45 Uhr (Lagemeldung der Kreisfeuerwehr)

"Aktuell sind hunderte Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Leer und den Nachbarlandkreisen in Langholt und Hollen im Einsatz um Deiche zu sichern.

Langholt:

Die Sicherungsmaßnahmen mit Sandsäcken an den Deichen zeigten erste Erfolge. Eine Zeit lang schien die Lage in Langholt unter Kontrolle. Betroffene Anwohner wurden vorsorglich informiert, dass im Falle eines Deichbruchs eine Evakuierung erfolgen könnte. Eine entsprechende Notunterkunft ist vorbereitet. Entgegen einiger Falschmeldungen in den Sozialen Netzwerken sind aktuell noch keine Bewohner evakuiert worden. Es hat lediglich eine Vorwarnung diesbezüglich gegeben.

Die Lage vor Ort wird permanent beobachtet und neu bewertet. Neueste Kontrollen haben jetzt gezeigt, dass der Deich auf einer Länge von ca. 150m so sehr aufgeweicht ist, dass weitere Sicherungsmaßnahmen erforderlich werden. Die Einsatzleitung vor Ort hat deswegen jetzt weitere Feuerwehren alarmieren lassen. Für Langholt wird der höchste Wasserstand für etwa 02:00 Uhr erwartet.

Hollen:

Die Lage in Hollen ist aktuell noch etwas angespannter. Hier wird der Deich immer noch mit Sandsäcken weiter gesichert. Weitere Sandsäcke befinden sich im Zulauf. Mehrere hundert Einsatzkräfte aus vielen Gemeinden und der Stadt Leer, sowie vom THW sind hier aktuell vor Ort um die Sandsäcke an die richtigen Stellen zu bringen. Das momentane Hochwasser verschärft die Lage vor Ort weiter.

Der Deich ist an diversen Stellen weiterhin instabil. Die Einsatzkräfte vor Ort versuchen alles um den Deich zu retten. Und einen Bruch zu verhindern.

An die Einsatzstelle nach Hollen sind viele zivile Helfer gekommen, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Die Feuerwehr bitte alle, die sich an der Deichsicherung beteiligen, sich vorab beim Feuerwehrhaus in Hollen einzufinden, um von dort aus gezielt eingesetzt werden zu können. Denken sie bei der Anfahrt bitte daran, die Einsatzwege nicht mit parkenden Fahrzeugen zu blockieren."


Stand 25.12.2023 22:35 Uhr

Heikle Stunden am 1. Weihnachtstag. Zu Hunderten sind die Freiwilligen Feuerwehren seit Stunden im Einsatz. Für uns. Ein großes Dankeschön dafür.

Bislang ist die Hochwasserlage bei uns im Landkreis Leer unter Kontrolle. Bitte geben Sie nichts auf Gerüchte, die in den Sozialen Medien von nicht offiziellen Stellen verbreitet werden und bleiben Sie ruhig. Bisher gab es keine Evakuierungen. Die direkt betroffenen Anwohner in Langholt wurden von der Polizei über die Situation informiert. Bitte fahren Sie auch nicht in die betroffenen Gebiete und bleiben Sie Zuhause. Die Einsatzkräfte haben es im Griff und brauchen keine Unterstützung. Im Gegenteil, es hindert sie an ihrer Arbeit. Die nächsten Stunden werden zeigen, wie sich die Lage entwickelt. Wir hoffen das Beste, so Landrat Matthias Groote, der sich ein Bild vor Ort in Langholt gemacht hat.

In Hollen werden drei Stellen am Deich zurzeit mit massiven Einsatz der Feuerwehrleute mit Sandsäcken abgesichert. Neben Feuerleuten aus Uplengen und dem Ammerland sind Kräfte aus Moormerland, Hesel, Jümme und das THW im Einsatz.

In Langholt ist der Deich durch Taucher der DRLG gesichert worden. Die Feuerwehren aus Rhauderfehn, Westoverledingen, die Kreisfeuerwehr und die Malteser sind seit Stunden vor Ort.

Aktuelle Pegelstände können unter https://www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de/ eingesehen werden.



Feuerwehr im Einsatz in Hollen
© Ype de Boer, Feuerwehr Uplengen
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