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Datum: 29.06.2026

Mähroboter und Igel: Risiken im Garten

Der Igel ist in Deutschland weit verbreitet und steht unter besonderem Schutz. Als dämmerungs- und nachtaktives Tier ist er vor allem in strukturreichen Gärten, unter Hecken und auf Grünflächen unterwegs und legt dabei oft mehrere Kilometer pro Nacht zurück.

In den vergangenen Jahren sind die Igelbestände vielerorts zurückgegangen. Eine wesentliche Ursache ist der zunehmende Einsatz von Mährobotern. Die Geräte werden häufig auch nachts betrieben – genau dann, wenn die Igel aktiv sind. Da sich Igel bei Gefahr einrollen, bieten sie keinen Schutz vor den rotierenden Klingen. Es kann zu schweren Verletzungen oder tödlichen Unfällen kommen, da viele Geräte Kleintiere nicht zuverlässig erkennen.

Es wird daher empfohlen, Mähroboter ausschließlich tagsüber zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang einzusetzen.

Auch einfache Maßnahmen im Garten können helfen, Igel zu schützen und die Artenvielfalt zu fördern: weniger häufiges Mähen, naturnahe Bereiche mit Wildpflanzen, Laub- und Reisighaufen als Verstecke sowie der Erhalt von Hecken und Strukturen bieten wichtige Lebensräume.

Kleine Öffnungen in Zäunen (ca. 13 × 13 cm) ermöglichen Igeln zudem den Wechsel zwischen benachbarten Gärten und verbessern ihre Bewegungsfreiheit. Diese Maßnahme sollte jedoch vorab mit dem Nachbarn abgesprochen werden.

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