Richtfest für die Meentelandhalle in Weener: Neue Dreifeldsporthalle nimmt Gestalt an
Nur 111 Tage nach der Grundsteinlegung haben der Landkreis Leer und die Stadt Weener am Mittwoch gemeinsam Richtfest für die neue Dreifeldsporthalle „Meentelandhalle" gefeiert. Der Rohbau steht, die Dimensionen des künftigen Gebäudes sind bereits deutlich erkennbar. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Halle im dritten Quartal 2027 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.
Der Grundstein für die Halle war am 7. Mai gelegt worden. Künftig soll die Meentelandhalle von Landkreis und Stadt gemeinsam genutzt werden und Raum für Sport und Schule bieten.
Landrat Matthias Groote würdigte beim Richtfest die bisherige Zusammenarbeit: „Es ist beeindruckend, wie schnell aus Plänen und Zeichnungen ein echtes Gebäude geworden ist. Eine Sporthalle wird aber nicht durch Beton und Technik lebendig, sondern durch die Menschen, die sie nutzen: Durch Kinder und Jugendliche, die hier Sport treiben, durch Ehrenamtliche und Vereine. Genau dafür schaffen wir in Weener diesen Ort."
Der Landrat dankte insbesondere der Stadt Weener für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, den politischen Gremien von Stadt und Landkreis für die notwendigen Beschlüsse sowie den Planerinnen und Planern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gebäudemanagements. Ein besonderer Dank ging an die Handwerkerinnen und Handwerker auf der Baustelle, die das Projekt Schritt für Schritt Realität werden lassen.
Investition von rund 14,5 Millionen Euro
Landkreis und Stadt investieren gemeinsam rund 14,5 Millionen Euro in das Projekt, davon zwei Drittel durch den Landkreis Leer. Unterstützt wird der Bau durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" mit bis zu drei Millionen Euro.
Die Meentelandhalle setzt zugleich Maßstäbe beim Klimaschutz: Regenwasser von den Dachflächen wird in einer Zisterne gesammelt, aufbereitet und weiterverwendet. Die Halle wird zudem weitestgehend energieautark betrieben. Eine Photovoltaikanlage versorgt Wärmepumpe, Beleuchtung, Lüftung und Technik mit Strom.
Auf dem Außengelände entstehen 50 Fahrradstellplätze sowie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Die Außenbeleuchtung wird energiesparend und insektenfreundlich mit LED-Technik umgesetzt, die Grünflächen werden mit heimischen Pflanzen gestaltet.
Zahlen und Fakten zur Halle
Die Meentelandhalle entsteht auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst eine Grundfläche von etwa 2.600 Quadratmetern. Eine Tribüne bietet Platz für rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit bietet die Halle nicht nur gute Bedingungen für Schul- und Vereinssport, sondern lässt sich auch flexibel für Veranstaltungen und vielfältige Mehrzwecknutzungen einsetzen.
Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und
Kultur“
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) unterstützt Städte und Gemeinden deutschlandweit bei der Sanierung und Modernisierung ihrer sozialen Infrastruktur. Es wurde erstmals im Jahr 2015 aufgelegt. Für die Förderrunden bis zum Jahr 2021 wurden insgesamt 1,54 Mrd. Euro im Haushalt des Bundesbauministeriums zur Verfügung gestellt. 905 Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt. Für die Förderrunden der Jahre 2022 und 2023 hat der Deutsche Bundestag im Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Klima- und Transformationsfonds“ weitere rund 645 Mio. Euro bereitgestellt und insgesamt 222 Projekte für eine Förderung ausgewählt. Mit über 80 Prozent aller geförderten Projekte bilden Sportstätten den Schwerpunkt des Programms.
Im Fokus stehen das soziale Miteinander und der Klimaschutz. Gefördert werden investive Maßnahmen – Sanierungen und in Ausnahmefällen auch Ersatzneubauten – mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung sowie sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel. Die Projekte sind außerdem von beachtlicher Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration in der Kommune. Im Jahr 2025 wurde das Bundesprogramm SJK durch das ausschließlich auf die Förderung von Sportstätten beschränkte Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) abgelöst. Hierfür stehen in den Wirtschaftsplänen 2025 und 2026 des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ Programmmittel in Höhe von insgesamt 916 Mio. Euro bereit.
Beide Programme liegen in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und
Bauwesen.