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Aktuelles aus dem Gesundheitsamt Leer

Alljährlich im Winter hat sie Hochsaison - die Grippe.

Was ist Grippe / Influenza?

Als „Influenza" oder „echte Grippe" bezeichnet man eine Erkrankung durch das Influenza-Virus. Wichtig ist es, die echte Grippe vom grippalen Infekt zu unterscheiden. Bei einem „grippalen Infekt" handelt es sich normalerweise nicht um eine Infektion mit dem Influenza-Virus, sondern um eine Erkältung. Es gibt verschiedene Typen von Influenza-Viren (A, B, C). Am häufigsten und am gefährlichsten ist das Influenza-Virus Typ A. Er ist auf der ganzen Welt verbreitet und verändert sich ständig, was es schwierig macht, einer Infektion vorzubeugen.

Oft realisiert man gar nicht, dass man eine Grippe hat: In 80 Prozent der Fälle verläuft die Infektion mit Influenza unbemerkt oder nur als leichte Erkältungskrankheit. Jährlich sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung betroffen, aber die Mehrheit davon bekommt das eigentlich nicht mit. Bei den übrigen 20 Prozent der Infizierten kommt es zu einem schwereren Verlauf. Die Symptome treten hier meist plötzlich auf. Der Infekt beginnt mit Frösteln und starkem Krankheitsgefühl. Dazu kann Fieber bis zu 40 Grad kommen; Halsschmerzen, trockener Husten, tränende Augen, eine rinnende Nase, Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sind ebenfalls möglich. Treten keine Komplikationen auf, ist die Infektion üblicherweise nach einer Dauer von wenigen Tagen bis einer Woche überstanden.

Virus-Nachweis:

Zum Virus-Nachweis wird bei Patienten mit Verdacht auf eine Influenza-Erkrankung in der Regel ein Nasen- und ein Rachenabstrich entnommen. Dazu wird jeweils etwas Nasen- beziehungsweise Rachenflüssigkeit mit zwei langen Wattestäbchen aufgenommen, steril eingetütet und ans Labor versendet. Dort erfolgt der Nachweis oder der Ausschluss einer Influenza-Infektion und außerdem eine Klassifizierung des Virus-Stamms.

Meldepflicht gemäß IfSG:
Dem Gesundheitsamt wird gemäß § 7 Abs. 1 IfSG nur der direkte Nachweis von Influenzaviren, soweit er auf eine akute Infektion hinweist, namentlich gemeldet. Dazu gehören auch in ärztlichen Praxen durchgeführte Schnelltests.

Wie impft man aktuell gegen Grippe?

Die meisten Menschen in Deutschland erhalten – sofern sie sich gegen Influenza impfen lassen – einen Dreifach-Impfstoff zum Schutz vor Grippe. Die trivalente Influenza-Impfung schützt vor zwei A-Stämmen des Influenzavirus und einem B-Stamm. Der für die Grippesaison 2017/2018 angepasste Grippeimpfstoff setzt sich entsprechend der WHO-Empfehlungen aus
  • A/Michigan/45/2015 (H1N1) – ähnlicher Stamm
  • A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2) – ähnlicher Stamm
  • B/Brisbane/60/2008 – ähnlicher Stamm

zusammen. Der tetravalente Impstoff bietet einen zusätzlichen Schutz vor einem weiteren B-Stamm, dem Influenzaviren B/Phuket/3073/2013 – ähnlicher Stamm.

Dreifach- oder Vierfachimpfung gegen Grippe?

Derzeit bevorzugt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) in ihren Empfehlungen zur Grippeschutzimpfung keine bestimmte Kombination. Sie hat bislang keine Vorteile in einer Vierfachimpfung im Vergleich zu einer dreifachen Influenza-Impfung gesehen. Doch der Dreifach-Grippeschutz wackelt: Die STIKO diskutiert aktuell mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss, ihre Impfempfehlung für die Influenzasaison 2018/2019 zu novellieren und dem Vierfachschutz den Vorzug zu geben.

Die Geschichte der quadrivalenten Influenzaimpfstoffe ist noch jung: Bis zur Saison 2012/2013 gab es ausschließlich trivalente Grippevakzine. Erst mit der Grippesaison 2013/2014 kamen auch quadrivalente Impfstoffe in den Arzneimittelmarkt Deutschlands. Diese enthalten eine zusätzliche B-Virus-Variante. „In Saisons, in denen der B-Stamm in nennenswertem Umfang zirkuliert, der nicht im trivalenten Impfstoff enthalten ist, erscheint es plausibel, dass der quadrivalente Impfstoff einen umfassenderen Schutz bietet. Dies ist jedoch nicht in jeder Saison der Fall", lautete seither die Einschätzung der STIKO zur Vierfachimpfung. Das Problem ist nur: Es ist nicht möglich, eine Voraussage zu treffen, in welchem Verhältnis die jeweilig aktuellen Grippestämme zirkulieren. Auch die Impfkommissionen anderer europäischer Länder setzen – wie die STIKO – aktuell auf die Dreifach-Grippeschutzimpfung.


Kleine Galerie im Gesundheitsamt

„Gesichter"

„Gesichter" - so heißt die aktuelle Ausstellung im Gesundheitsamt

Kinder aus dem evangelischen Kindergarten Ihrhove präsentieren ihre Bilder. Ingo Heintzen, Grafiker und Tischler, begleitet seit 2 Jahren einen Kreativkurs in der Einrichtung. Bei der feierlichen Eröffnung, zu der Kinder, Eltern und Erzieherinnen ins Gesundheitsamt eingeladen waren,  erklärte Ingo Heintzen, dass es nicht auf das entstandene Bild als Endprodukt ankomme, vielmehr sei es wichtig, dass die Kinder miteinander etwas tun, sich darüber austauschen, über Farben und Formen staunen, experimentieren und so ihre eigene Spur entdecken. Das Ergebnis ist sehenswert, davon sollten sich Interessierte überzeugen.

Gesichter - Bild aus der Ausstellung

Die Ausstellung ist bis Anfang 2018 in den Fluren des Gesundheitsamtes zu sehen.

 

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